Events zum Ende der SkisaisonWie Ibiza im Schnee

Warum nur Reinfeiern, wenn auch Rausfeiern die Kunden bindet? Zum Ende der Saison setzen einige Skigebiete mit Jan Delay und Dieter Bohlen auf Prominenz. Andere lassen ihre Gäste baden gehen.

St. Anton am Arlberg in Tirol

Sand, Schnee, das macht bis auf die Kälte doch kaum einen Unterschied: Jedenfalls nicht für Teilnehmer der "Snow Volleyball Tour" vom 3. bis 5. April, die an der Bergstation der Rendlbahn auf 2030 Metern ausspielen, wer sich "Schneekönig" nennen darf.

Auch bei Soul, Blues oder Jazz aus New Orleans denkt man eher an feuchte Schwüle am Mississippi als an St. Anton in Tirol. Doch vom 10. bis 12. April beim "New Orleans meets Snow" spielt der Fußgängerzone eine "Marching Band" für die Skigäste.

Nach dieser Aufwärmphase wird es zum Schluss sportlich: Vor drei Jahren war der Deutsche Florian Holzinger der Schnellste von 555 - beim Skirennen "Der Weiße Rausch" benötigte er nur sieben Minuten und 40,6 Sekunden für die neun Kilometer lange, unpräparierte Piste. Auch den "Schmerzensberg", den 150 Meter langen Zwischenaufstieg, hatte er offenbar in der optimalen Geschwindigkeit gemeistert, ohne sich schon völlig zu verausgaben. Am 18. April werden wieder 555 Skifahrer, Snowboarder und Telemarker versuchen, diesen Rekord zu brechen. Wobei nicht alle nach dem Massenstart auf der Valluga um die Wette rasen: Manch kostümierter Teilnehmer trudelt erst nach einer halben Stunde im Ziel des Volkslaufes in St. Anton ein, trotzdem bejubelt von den Zuschauern. Dabeisein ist eben fast alles.

Bild: TVB St. Anton am Arlberg/Josef Mallaun 2. April 2015, 10:072015-04-02 10:07:48 © SZ.de/Sarah K. Schmidt/Katja Schnitzler/ihe/rus