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Elvis Presley zum 75. Geburtstag:Es lebe der König!

Das Grab in Graceland und das ärmliche Geburtshaus: Memphis und Tupelo ziehen die Fans des King of Rock'n'Roll magisch an - eine Zeitreise zum Geburtstag in Bildern.

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Elvis Presley 75. Geburtstag Tennessee Memphis Tupelo Graceland

Quelle: SZ

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Elvis Presley ist der "King of Rock'n'Roll", auch für viele, die ihn nicht mehr selbst erlebt haben. Am 8. Januar 2010 wäre der Superstar 75 Jahre geworden - seine Häuser sind Pilgerstätten für Fans.

Foto: dpa

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Die Veranda des Bungalows in Tupelo ist verwittert. Die Stufen knarren. Links hängt eine Schaukelbank an Ketten, geradeaus geht es ins Zimmer, in dem Elvis am 8. Januar 1935 geboren wurde. Die Einrichtung ist mit Möbeln jener Zeit nachgebildet: ein Küchentisch mit Wachstuch, ein Kamin, ein Eisenbett und eine Kommode mit einem altmodischen Radio. An der Wand hängt ein Schwarzweiß-Bild von zwei Erwachsenen mit einem Kind. Es sind Vernon und Gladys Presley mit dem kleinen Elvis Aaron.

Foto: AP

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Weiter weg vom glitzernden Kommerz in "Graceland" könnte dieses Geburtshaus kaum sein. Es liegen nur rund 120 Kilometer zwischen der Musikmetropole Memphis in Tennessee und dem kleinen Ort Tupelo im Bundesstaat Mississippi. Aber die Kleinstadt hat mit dem Presley-Glitter von Memphis nur wenig zu tun. Tupelo erzählt eine andere Geschichte: die von Elvis dem Kind, vom Aufwachsen in bitterer Armut im tiefen Süden der USA.

Foto: Eck/dpa

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"Das Geburtshaus von Elvis ist die größte Attraktion, die wir in Tupelo haben", erklärt Linda Elliff vom Tourismusbüro. Jedes Jahr pilgern rund 80.000 Fans zum Museum am Elvis Presley Drive 306. Vernon Presley hatte sich damals 180 Dollar leihen müssen, um das Haus zu bauen. Strom und fließend Wasser gab es nicht. Später lebten die Presleys im vorwiegend schwarzen Stadtteil Shake Rag.

Die Stadt Tupelo hat das Geburtshaus mit dem Geld erworben, das Elvis 1956 bei einem "Heimspiel" eingenommen und gespendet hat.

Foto: Tennessee Tourism/dpa/tmn

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Eine Bronzestatue auf dem Gelände zeigt Elvis als 13-Jährigen, mit der Gitarre in der Hand. Die weiße Holzkirche "The Assembly of God Church", in der Elvis Gospelmusik hörte, wurde um ein paar Straßenblocks versetzt und an den Geburtsort gebracht. Im Inneren, auf rund 30 hölzernen Sitzbänken, werden die Zuschauer mit einer Multimedia-Show in die Zeit der sonntäglichen Gospel-Gebete und -Lieder der 1930er und 1940er Jahre zurückversetzt.

Foto: Eck/dpa

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James Ausbon und Guy Harris sind Jugendfreunde von Elvis - heute betagte Herren mit schütterem, weißem Haar. Schwer vorstellbar, dass Elvis heute ähnlich aussehen könnte, wäre er nicht mit 42 gestorben. Die Herren erzählen, wie sie mit Elvis durch Tupelo stromerten - zum Eisessen oder zu "Johnny's Drive-In", um einen Cheeseburger zu teilen. Auch die "Elvis Presley Sweethearts", ein Fanclub aus den 50er Jahren, haben sich wieder zusammengefunden. Die grau gewordenen Mütterchen gehen teilweise am Stock, aber ihre Augen leuchten, wenn sie von Elvis erzählen. Elvis ist in Tupelo allgegenwärtig. Seine Lieblings-Imbisse, der frühere Volksfestplatz, Grund- und Mittelschule, die Bücherei: Alles, was mit Elvis und seinen ersten 13 Lebensjahren zu tun hatte, lässt sich besichtigen.

"Elvis Presley Sweethearts", Foto: TV Memphis & Mississippi/dpa

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1948 zogen die Presleys nach Memphis in eine Sozialwohnung im "Lauderdale Court". Die Drei-Zimmer-Wohnung ist heute an den Todes- und Geburtstagen des "King" zu besichtigen. Im Waschkeller übte der damals scheue Elvis das Singen und Gitarrespielen. Im rassengetrennten Memphis der 40er Jahre saß der Teenager auf den Stufen schwarzer Gospelkirchen und sog die Musik in sich auf, die herausschallte.

Fans küssen die Wand in Elvis Presleys Kinderzimmer in einem Appartment in Lauderdale, Memphis. Foto: Reuters

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Vom "Sun Studio" fährt ein Shuttlebus nach "Graceland" am Elvis Presley Boulevard. Auf der einen Straßenseite werden Glanz und Gloria kommerziell präsentiert: Flugzeuge und Autos von Elvis sind zu sehen, Unmengen an Souvenirs und Platten gibt es zu kaufen.

Die Wände in "Graceland" hängen voller Goldener Schallplatten, die Villa wirkt wie ein funkelndes Elvis-Presley-Disneyland.

Foto: Tennessee Tourism/dpa

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Das Wohnzimmer ist heute noch so eingerichtet, wie Elvis es in den 70er Jahren mochte - mit Kitsch und Pomp.

Foto: Eck/dpa

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Mary-Beth Ivins, ein Elvis-Fan aus Fort Worth in Texas, steht an Elvis' Grab im Garten und weint. "Wenn man all diese Auszeichnungen sieht", sagt sie, "die goldenen Schallplatten, die Pokale, die Bilder und Videos, diese Zeugen eines wahnsinnigen Erfolgs, dann ist das Ende dieses Menschen doch umso tragischer."

Foto: Eck/dpa

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Etwa 120 Kilometer trennen den Geburts- vom Sterbeort: Tupelo und Memphis liegen in den US-Südstaaten Mississippi und Tennessee.

Karte: Hauschildt/dpa

(sueddeutsche.de/dpa/kaeb)

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