Dem Geheimnis auf der SpurDer queere Kaiser

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Elagabal, geboren in der Stadt Homs, wurde bereits mit 14 Jahren zum römischen Kaiser. Seine exzentrische Lebensweise brachte die Römer bald gegen ihn auf.
Elagabal, geboren in der Stadt Homs, wurde bereits mit 14 Jahren zum römischen Kaiser. Seine exzentrische Lebensweise brachte die Römer bald gegen ihn auf. IMAGO/IMAGO/Cola Images

Um römische Herrscher ranken sich seit jeher die wildesten Geschichten. Elagabal, Kaiser des dritten Jahrhunderts, wurde als besonders grausam und exzentrisch beschrieben. Wahrheit oder Hetzkampagne?

Von Josef Scheppach

Als Herbert Grönemeyer 1986 seinen Hit „Kinder an die Macht“ schrieb, hat er sicher nicht an jenen Knaben gedacht, der mit nur 14 Jahren römischer Kaiser wurde und als solcher zur umstrittenen und äußerst rätselhaften Figur der römischen Geschichte. Wenn man den Überlieferungen traut, dann stellt der Teenager-Kaiser Elagabal an Verdorbenheit alle dekadenten Despoten in den Schatten, die in den Jahrhunderten des römischen Kaiserreichs den Thron der Cäsaren bestiegen. Der ihm gegenüber sehr kritisch gesinnte Historiker Cassius Dio (ca. 155 – ca. 235 n. Chr.) jedenfalls zeichnet das Bild eines perversen und verkommenen Monstrums, dessen Regierungszeit von extremen Grausamkeiten, wilden sexuellen Ausschweifungen, grenzenloser Verschwendungssucht und religiösem Fanatismus geprägt war.

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1891 soll es auf einem Jagdschloss im Grunewald zu einer sehr freizügigen Party gekommen sein. Die Folgen waren gravierend. Und eine Frage ist bis heute ungeklärt.

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