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Dubai:Das Camp in den Bergen soll den Besuchern die Schönheit der Wüste nahebringen

Im Gemeindezentrum wartet Omar Saeed Al Mutaiwei auf seine Gäste. Mit seinem Team suche er Wege, den Besuchern aus Dubai-Stadt Alternativen zu den bekannten Sehenswürdigkeiten zu bieten, sagt er. "Wir wollen etwas für Aktivurlauber schaffen. Viele kennen die Schönheiten der Wüste gar nicht." Das Trail Centre steht erst am Anfang. Erste Camping-Stellplätze mit Grillmöglichkeiten wurden bereits gebaut. Ein Container mit Wassertank, Umkleidekabinen und Duschen dient als erstes Provisorium für die Freizeitsportler. Geplant ist auch ein kleiner Laden mit Bike-Verleih, ein Schwimmbad, ein Spielplatz. Es soll alles geschaffen werden, um den Besuchern und vor allem Familien ein erlebnisreiches Outdoor-Wochenende zu ermöglichen. Auch ein besonderer Luxus gehört dazu: Schatten.

Am Ende der Schotterstraße, die aus Hatta hinaus führt, riecht es nach frischer Erde. Hier sollen bald 7000 Bäume gepflanzt werden. Das Wasser dafür kommt aus einem nahe gelegenen Fluss. Es wird per Laster in einen höher gelegenen Riesentank verfrachtet, von dem aus alle darunter liegenden Bäume versorgt werden. Whitaker zeigt auf einen mit rot lackierten Steinen gekennzeichneten Single-Trail, Teil des Streckennetzes mit vier Schwierigkeitsstufen. "Ich habe hier Tage verbracht, um den richtigen Flow in die Trails zu kratzen!", sagt der britische Biker.

Los geht's. Schon am ersten Anstieg geraten wir ins Schwitzen. Obwohl Hatta aufgrund seiner Höhenlage ein milderes Klima hat als etwa Dubai-Stadt, ist es hier extrem schwül. Auf 1500 Metern weht immerhin etwas Wind. Kurve um Kurve schraubt sich der Trail in die Berge. So anstrengend, dass wir uns kaum mehr auf die Landschaft konzentrieren können, sondern auf den Weg schauen müssen. Dabei hat die gebirgige Fels- und Steinlandschaft mit ihren kargen Gipfeln und Schluchten durchaus ihre Reize. Die Fernsicht ist grandios. Andy Whitaker deutet nach links: "Dort drüben liegt das Sultanat Oman!"

SZ-Karte

Nach dem Aussichtspunkt geht der Pfad in ein anspruchsvolles Rauf und Runter über. "Aufpassen - jetzt wird es richtig technisch", mahnt der Brite. Ein längerer, steiniger Single-Trail führt in eine sich verengende Schlucht. Hier ist Whitaker in seinem Element. Den Wegebauer haben wir bald aus den Augen verloren, so schnell fährt er voraus. Für ihn ist das hier ein Heimspiel. Unten angekommen, bleiben wir nur kurz im Erholungsmodus. Ein Felsvorsprung bietet Schatten.

Whitaker will uns noch auf einige andere Trails lotsen, die mit verschiedenfarbig lackierten Steinen gekennzeichnet sind. Wir biegen in den Beginner-Trail ein. Der führt ohne Steigungen an einem immer grüner werdenden Flussbett entlang. Bald stehen wir an einem kleinen See. Fische sind im Wasser zu erkennen, Vögel zwitschern, Frösche quaken - ungewöhnliche Eindrücke in einer Wüste. Und eine willkommene Möglichkeit, das staubige Gesicht mit Süßwasser zu erfrischen.

Bislang ist man als Mountainbiker allein in dieser Region unterwegs. Einheimische sieht man überhaupt keine auf zwei Rädern. Andy Whitaker erklärt das damit, dass das Hatta Mountain Bike Trail Centre erst in diesem Jahr eröffnet hat. "Das muss sich erst einmal herumsprechen", meint er.

Reiseinformationen

Anreise: Flug nach Dubai mit Emirates, Etihad oder Qatar Airways, hin und zurück ab circa 600 Euro. Weiter nach Hatta per Linienbus oder Mietwagen.

Übernachtung: Avani Deira Dubai Hotel in der Innenstadt Dubais, Übernachtung mit Frühstück ab 90 Euro pro Person, www.minorhotels.com

Mountainbiker: Beste Reisezeit ist Oktober bis April, dann sind die Temperaturen angenehmer. Auskünfte über www.hattamtb.ae und www.hot-cog.com. Gute Leihräder nach Absprache bei Showka Bicycles, www.showka.bike. Rennradlern hilft der deutsche Dubai-Pionier Wolfgang Hohmann, Wolfi's Bike Shop, www.wbs.ae. Dubai Tourism: www.dubaitourism.ae

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