Die schönsten Tauchreviere:Gehen Sie gut unter!

Auge in Auge mit Riffhaien in Mikronesien oder auf Entdeckungstour in gesunkenen Frachtern vor den Philippinen - die Unterwasserwelt bietet einmalige Erlebnisse. Spots, die einen Tauchgang wert sind.

Lena Prieger

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Auge in Auge mit Riffhaien in Mikronesien oder auf Entdeckungstour in gesunkenen Frachtern vor den Philippinen - die Unterwasserwelt bietet einmalige Erlebnisse und lädt gerade im Winter zu den schönsten Plätzen ein. Bekannte und weniger bekannte Spots, die alle einen Tauchgang wert sind:

Bonaire, Niederländische Antillen

Kristallklares, angenehm temperiertes Wasser, spektakuläre Korallenriffe, exotische Fische und Sicht bis auf 50 Meter - es gibt gute Gründe dafür, dass die zweitgrößte der ABC-Inseln in der Karibik ein beliebtes und international bekanntes Tauchparadies ist. Um dieses intakte Naturparadies zu schützen, gilt der 1979 gegründete Bonaire Marine Park seit gut zehn Jahren als Naturschutzgebiet.

Direkt vom Ufer aus kann man in die Unterwasserwelt absteigen - und zwar rund um die Uhr, denn auf Bonaire ist Nachttauchen möglich. Allerdings sollte man hierzu mit geeigneten Tauchlampen ausgestattet und niemals allein sein. Günstige Einstiegsstellen sind am Wegrand durch gelbe Steine markiert. Tauchen ist das ganze Jahr über möglich und lohnt sich für Anfänger und erfahrene Taucher gleichermaßen.

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Kokosinsel (Isla del Coco), Costa Rica

500 Kilometer vor der Pazifikküste von Costa Rica liegt die berühmteste Pirateninsel der Welt, die Kokosinsel. Sie gilt als Vorlage für Robert L. Stevensons Roman "Die Schatzinsel" und noch immer sollen hier drei große Schätze vergraben liegen. Düstere Geschichten ranken sich um die zahlreichen Versuche, sie zu heben - bis heute waren angeblich alle vergebens.

Das schwer begehbare und unbewohnte Eiland ist aber nicht nur Sehnsuchtsziel von Abenteurern und Goldsuchern, sondern auch das vieler Taucher, die es meist von der Hafenstadt Puntarenas aus per Yacht ansteuern: Ähnlich wie die auf derselben Vulkankette gelegenen Galápagos-Inseln beherbergt die Kokosinsel eine außergewöhnliche Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Neben Reptilien, Vögeln und Insekten an Land, tummeln sich im Ozean Hunderte von Fischarten und Krustentieren. Die Korallenriffe rund um die Insel werden von zahlreichen Korallenarten bewohnt. Für Abenteuerlustige sind vor allem die Schwärme von Bogenstirn-Hammerhaien und Weißspitzenriffhaien interessant. Wer hier taucht, darf damit rechnen, dem einen oder anderen Exemplar zu begegnen. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober.

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Blue Hole, Lighthouse Riff, Belize

Es gilt als magischer Anziehungspunkt für Taucher, die den Nervenkitzel suchen: Das Blue Hole in der Karibik. Von oben sieht es aus wie ein dunkelblauer Kreis im türkisblauen Wasser. Tatsächlich ist es ein nahezu perfekt rundes Loch in Kalksteinschichten mit einem Durchmesser von 274 Metern und einer Tiefe von 145 Metern. Es entstand vor etwa 15.000 Jahren und wird oft beschrieben als riesige Glocke auf dem Meeresboden. Von ihrer Decke hängen beeindruckend geformte bis zu 15 Meter lange Stalaktiten. Ein Tauchgang in die Höhle geht bis auf zu 40 Meter Tiefe. Deshalb sollte er nur von Fortgeschrittenen unternommen werden.

Das Blue Hole beherbergt keine riesige Fischvielfalt, dafür bietet das klare, ruhige Wasser atemberaubende Blicke auf das Spiel der Sonne an der Oberfläche. Daneben hat man gute Chancen, Bullen-, Tiger-, Hammer- und Riffhaie im Loch zu sichten - ganz besonders im Mai und Juni.

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Fernando de Noronha, Brasilien

Der Nationale Marinepark Fernando de Noronha steht seit 1988 unter Naturschutz, nie gab es hier kommerziellen Fischfang. Kein Wunder also, dass sich ein vielfältiges marines Leben entwickeln konnte: Korallenriffe, Algen, Meeresschildkröten. Vor allem ist die Inselgruppe im Atlantik aber bekannt für die größte Population von Delphinen weltweit, die hier das ganze Jahr über anzutreffen sind. Allein über 1000 Spinnerdelphine sollen sich hier tümmeln.

Mit sanftem Tourismus bemüht man sich, das natürliche Gleichgewicht zu erhalten. Deswegen ist es auch streng verboten, zu angeln oder Schildkröten zu berühren. Ansehen kann man sie sich aber - und das das ganze Jahr über. Die Temperaturen sind immer tropisch, von September bis März herrscht Trockenzeit und das Meer wird nicht von Regengüssen getrübt.

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Blue Corner, Palau, Mikronesien

Der Palau-Archipel im Pazifischen Ozean bietet alles, was ein guter Spot haben muss: buntes, artenreiches maritimes Leben, Schächte, Höhlen und Riffwände. Das Tauchrevier Blue Corner gilt jedoch als das Highlight.

Das flache Riff fällt mehrere hundert Meter flach ab, bevor es steil abbricht. Auf zehn bis 20 Meter Tiefe geht es hinunter und auf Tuchfühlung mit Schwärmen von kleinen Fischen, aber auch großen Exemplaren, wie Weißspitzenriffhaien, Adlerrochen und Hundezahn-Thunfischen die wegen der kräftigen Strömungen reichlich Nahrung finden. Vor allem bei den Haien sollte man durchaus mit Neugier rechnen - sie haben unter Umständen keine Berührungsängste. Füttern sollte man sie trotzdem nicht. Das Wasser ist klar und die Sichtweite kann 18 bis 45 Meter betragen. Die beste Tauchzeit ist von Oktober bis Juni.

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Malediven

Zwar kein Geheimtipp, aber gerade im Winter eines der beliebtesten Tauchziele weltweit: Auf den Malediven findet der Besucher angenehm warmes Wasser, abwechslungsreiche Tauchplätze mit großartiger Sicht und Tauchresorts, die für allen Komfort sorgen, allerdings auch ihren Preis haben. Leider ist es um den Umweltschutz auf den Inseln sehr schlecht bestellt, obwohl er gerade wegen des rasant wachsenden Tourismus bitter nötig wäre.

Auf den Malediven bleibt kaum ein Tauchertraum offen - von flachen Korallengärten über Steilwände, bis zu rasanten Drift-Tauchgängen in Atollkanälen und einem großen Fischreichtum. Begegnungen mit Riffhaien, Adlerrochen und Schildkröten sind die Regel. Die maximale Tauchtiefe ist gesetzlich auf 30 Meter beschränkt.

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Lakshadweep, Lakkadiven, Amindiven und Minicoy, Indien

Endlose Sandstrände, Kokospalmen, Korallenriffe, Wassertemperaturen bis zu 33 Grad - und all das fast ganz für Sie allein. Wer sein Urlaubsparadies ungern mit Pauschaltouristen teilt, für den ist ein Trip zu den 12 Atollen südwestlich des indischen Subkontinents genau das Richtige.

Nur zehn der 36 abgeschiedenen Inseln vor Kerala sind bewohnt, und anders als auf den nahe gelegenen Malediven ist allein eine von ihnen für den Tourismus geöffnet: Auf Bangaran gibt es eine Bungalowanlage und eine Tauchschule. Auch Anfänger können hier ihre ersten Tauchgänge machen und wer Abwechslung sucht, kann sich die Zeit mit Kajaken, Tiefseefischen oder Schnorcheln vertreiben - während des gesamten Jahres.

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Coron, Palawan, Philippinen

Diese kleine Insel im Südwesten der Philippinen gilt als Paradies für Wracktaucher: Japanische Frachter aus dem Zweiten Weltkrieg haben hier auf dem Grund ihren letzten Hafen gefunden und laden zu abenteuerlichen Erkundungen ein.

Auf zehn bis 30 Metern Tiefe liegen die versunkenen Schiffe, Explosionen haben zum Teil Löcher gerissen, die Tauchern Gelegenheit für swimm-throughs bieten und Sonnenlicht ins Innere einfallen lassen. Ihre Decks werden inzwischen von Korallen und anderen Lebewesen bewohnt. Trotzdem sind die Wracks meist in gutem Zustand. Noch sind die versunkenen Schiffe bei Coron ein kleiner Geheimtipp und geeignet für Anfänger bis Fortgeschrittene. April und Mai sind die besten Monate für einen Tauchtrip.

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Providenciales, Turks- und Caicosinseln

Die Turks- und Caicosinseln sind ein britisches Überseegebiet und werden noch zur Karibik gezählt, obwohl sie südwestlich der Bahamas im Atlantischen Ozean liegen. Die westlichste bewohnte Insel der Gruppe - meist nur Provo genannt - kann mit langen Stränden und Korallenriffen aufwarten - allerdings auch mit saftigen Preisen.

Die Wahrscheinlichkeit, Haie oder Rochen zu sehen, ist nirgendwo in der Karibik höher. Gleichzeitig bietet Provo eine Vielzahl an guten Fischrestaurants - für zahlungskräftige Taucher, die neben dem Unterwassererlebnis auch an Land luxuriös leben möchten.

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Great Barrier Reef, Australien

Das Great Barrier Reef ist eines der sieben Naturweltwunder und ein Tauchziel der Extraklasse. Mit mehr als 2000 Kilometern Länge das größte Korallenriff der Welt, zieht es jährlich Millionen Besucher an, die schnorchelnd oder tauchend die unglaublich vielfältige Unterwasserwelt erleben möchten. Allein 80 verschiedene Weichkorallenarten leben hier vor der Nordostküste Australiens, daneben sechs der sieben existierenden Arten von Meeresschildkröten und 1500 Fischarten.

Das Riff ist aber auch bekannt für seine giftigen Bewohner: Blauring-Krake, Seewespe und Irukandji-Qualle leben hier - eine Begegnung mit einem dieser Zeitgenossen kann für den Menschen tödlich ausgehen. Auch Riffhaie und Muränen können dem Taucher unangenehm werden - daher spannt man immer wieder Netze, um Zusammenstöße zu vermeiden. Trotz aller Gefahren ist gerade das Outer Great Barrier Reef ein Klassiker, den ein passionierter Taucher kaum auslassen kann.

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Rotes Meer, Sudan

Das Rote Meer ist wegen seiner Nähe ein beliebtes Tauchreiseziel bei Europäern. Im Gegensatz zu den Revieren in Ägypten zählt der Sudan jedoch zu den unberührteren Zielen, Massentourismus gibt es nicht. Fast allein begegnet der Taucher hier Mantarochen, Barrakudas, Schildkröten und den Haien, für die der Sudan berühmt ist: Hammerhaie, Seidenhaie und Silberspitzenhaie. Vor allem am Riff Angarosh kann man ihre Bekanntschaft machen.

Bei Kennern beliebte Tauchplätze sind Shab Suadi und Shab Rumi. Hier, vor der Stadt Port Sudan, liegen die Überreste der "Precontinent II", der inzwischen überwucherten Unterwasserstation des legendären Meeresforschers Jaques Cousteau. Wenn Sie auf seinen Spuren tauchen wollen, kommen Sie am besten zwischen Mai und September.

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(sueddeutsche.de/Lena Prieger/dd)

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