bedeckt München 24°
vgwortpixel

Deutsche Bahn:Bahnkunden klagen über Schikanen bei Ticketerstattung

Erst kommen die Züge zu spät - und dann stellt sich die Bahn auch noch bei der Reklamation der Tickets quer. Fahrgäste beschweren sich über Schikanen.

Viele Kunden sind mit dem Beschwerdemanagement der Bahn unzufrieden. Der Vorwurf: Fahrgäste würden bei der Reklamation von Tickets für stark verspätete Züge geradezu schikaniert.

Der Zug kommt zu spät - und die Bahn macht Ärger bei der Reklamation der Tickets: Immer mehr Reisende ärgern sich über das Beschwerdemanagement des Staatskonzerns.

(Foto: ap)

Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, bekamen Kunden auf ihre Beschwerdebriefe in mehreren Fällen die Antwort, sie sollten die Fahrkarte als Beleg einreichen. Die meisten Kunden hatten das Ticket aber bereits ihrer Reklamation beigefügt. Angaben über die Zahl der Fälle machte das Magazin nicht.

Seit 2009 muss der Bahnkonzern bei Fahrplanüberschreitungen von mehr als 60 Minuten bis zur Hälfte des Ticketpreises erstatten. Die Beweislast liegt allerdings beim Kunden. "Ich hoffe doch sehr, dass das Verlieren von Fahrkarten durch die Deutsche Bahn nicht ein Weg ist, Kunden von ihrer zustehenden Entschädigung abzuhalten", zitiert das Magazin aus einem Beschwerdebrief an das Eisenbahn-Bundesamt (EBA).

Laut einem Sprecher des EBA, der Aufsichtsbehörde der Bahn, ist die Problematik "derzeit Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens". Eine Bahnsprecherin sagte, bei der Vielzahl an Reklamationen "kann es leider vorkommen, dass Unterlagen verloren gehen". Im Sinne der Kunden strebe der Konzern aber eine "kulante Lösung" an und akzeptiere auch alternative Nachweise für den Ticketkauf, etwa einen Zahlungsbeleg.

© sueddeutsche.de/dpa/tob

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite