bedeckt München 28°

Newsblog zu Corona und Reisen:Schleswig-Holstein lockert Testpflicht

Robert Habeck Visits North Sea Coast As Greens Party Endures Setbacks Before Elections

Dünen, Schafe und ein Leuchtturm: Westerhever bei Husum ist ein beliebtes Ausflugsziel für Schleswig-Holstein-Urlauber.

(Foto: Getty Images)
  • Die Coronavirus-Pandemie hat das Reisen in ungekannter Weise verändert. Was müssen Urlauber beachten? Wo gelten welche Regeln, wo gibt es eine Reisewarnung? Welche Grenzen öffnen oder schließen sich wieder? Aktuelle Nachrichten im Überblick.
  • Schleswig-Holstein nimmt einige Corona-Auflagen zurück. Davon profitieren unter anderem die Gäste von Hotels und Restaurants.
  • Thailand startet trotz steigender Coronazahlen ein zweites Tourismus-Modellprojekt.
  • Was Sie jetzt zum Reisen wissen sollten: Fragen und Antworten zu Urlaub in Zeiten der Pandemie finden Sie hier.

19. Juli: Schleswig-Holstein vereinfacht den Urlaub zwischen Nord- und Ostsee: Ab 26. Juli muss zwar weiterhin beim Check-in im Hotel, in der Pension oder in der Ferienwohnung ein maximal 48 Stunden altes negatives Testergebnis vorgelegt werden. Der bislang vorgeschriebene zweite Test am dritten Tag nach der Einreise entfällt aber, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bekanntgab. Ohnehin befreit sind vollständige Geimpfte und Genesene. Die Innenräume von Restaurants können künftig wieder ohne Test besucht werden, auf den Schiffen darf im Freien die Maske abgelegt werden.

Ko Samui öffnet für geimpfte Touristen

15. Juli: Nach den Öffnungen auf Phuket beginnt nun auch auf Thailands zweitgrößter Insel Ko Samui ein Modellprojekt für geimpfte Touristen. Sie dürfen dort ohne Quarantäne Urlaub machen, sind aber an strenge Auflagen gebunden. So müssen sie sich in den 21 Tagen vor ihrer Abreise in ihren Heimatländern aufgehalten haben, einen negativen PCR-Test vorweisen und sich auch während des Urlaubs mehrfach testen lassen. Der Nachweis einer speziellen Krankenversicherung ist ebenfalls Pflicht. Das Projekt ist auf bestimmte Hotels beschränkt, die im Vorfeld gebucht werden müssen und deren Gelände, anders als auf Phuket, in den ersten drei Tagen nicht verlassen werden darf. Bis zum Ende der ersten Woche stehen den Urlaubern nur bestimmte Regionen der Insel offen, erst ab der zweiten Woche dürfen sie sich frei bewegen. Zugelassen sind vollständig Geimpfte aus 69 Ländern, darunter auch Deutschland. Die Initiativen zur Wiederbelebung des Tourismus sind im Land nicht unumstritten: Thailand erlebt die bislang heftigste Corona-Welle, vor allem in der Hauptstadt Bangkok sind die Infektionszahlen sehr hoch.

Bundesregierung plant neue Einreise-Regeln

13. Juli: Die Regeln für die Einreise nach Deutschland sollen vereinheitlicht werden. Diskutiert wird nach SZ-Informationen, dass jeder Einreisende aus dem Ausland geimpft, genesen oder getestet sein muss und einen Nachweis auf Verlangen vorzeigen muss. Bislang gilt dies nur für Flugreisende. Auswirkungen hätte das vor allem nach einem Aufenthalt in einem Land mit niedriger Inzidenz wie Österreich oder Italien. Bislang konnte man von dort mit dem Auto, Bus oder Zug auch ohne Impf-, Test- oder Genesungszertifikat nach Deutschland zurückkehren.

Die Kategorisierung als Risikogebiet könnte künftig entfallen, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Ausgewiesen würden dann nur noch Hochinzidenzgebiete und Virusvariantengebiete. Für diese gilt seit längerem: Rückkehrer aus Hochinzidenzgebieten, die nicht geimpft sind, müssen zehn Tage lang in Quarantäne, können sich aber nach fünf Tagen freitesten. Bei der Rückkehr aus Virusvariantengebieten ist keine Verkürzung der Quarantäne möglich, auch nicht für Geimpfte.

Indonesien verschärft Einreiseregeln

5. Juli: Indonesien verschärft wegen immer weiter steigenden Corona-Neuinfektionen die Regeln für Reisende aus dem Ausland. Ab sofort müssen sowohl indonesische Staatsbürger als auch Ausländer vor der Einreise eine vollständige Impfung gegen das Virus nachweisen. Zudem müssten Einreisende nun acht Tage in Quarantäne statt wie bisher fünf Tage, sagte Ganip Warsito, der Chef der nationalen Corona-Taskforce. Die Grenzen würden aber nicht geschlossen, betonte Vize-Außenminister Mahendra Siregar. "Internationale Reisen sind weiter erlaubt, aber wir verschärfen die Maßnahmen."

Zuletzt hatte das Rote Kreuz vor einem Kollaps des Gesundheitssystems in dem Inselstaat gewarnt. Seit Tagen meldet das Land Rekordwerte von über 25 000 Neuinfektionen.

Griechenland verschärft Corona-Maßnahmen im Fährverkehr

5. Juli: Auf griechischen Fähren gelten von diesem Montag an neue Corona-Regeln. Reisende müssen bei Fahrtantritt mindestens einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Gültig sind auch ein PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden alt ist, oder der Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung. Grund für die Maßnahmen ist der Anstieg von Corona-Neuinfektionen. Die griechische Gesundheitsbehörde meldete in den vergangenen Tagen täglich mehr als 700 neue Corona-Fälle, während es in der Vorwoche noch zwischen 200 und 400 pro Tag waren.

Sorgen bereitet der Regierung die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus, die unter anderem auf Kreta nachgewiesen wurde. Griechenland hatte die meisten Corona-Maßnahmen in den vergangenen Wochen aufgehoben, weil die Fallzahlen niedrig waren. Das Land gilt aktuell beim Auswärtigen Amt nicht als Hochrisikogebiet.

Reisewarnungen für mehr als 80 Länder aufgehoben

1. Juli: "Die Zeit der Pauschalbeurteilungen muss vorbei sein", begründet es Außenminister Heiko Maas (SPD): Am 1. Juli hat die Bundesregierung nach mehr als einem Jahr die Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete aufgehoben. Nach derzeitigem Stand gilt das für mehr als 80 Staaten weltweit ganz oder teilweise, darunter sind zum Beispiel die Türkei sowie Urlaubsregionen in Spanien und Kroatien.

Von touristischen Reisen in "einfache" Risikogebiete mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 50 und unter 200 wird nun nur noch "abgeraten". Bei nicht als Risikogebiet eingestuften Ländern und Regionen der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz wird angesichts der fortdauernden Pandemie lediglich um "besondere Vorsicht" gebeten.

Die Aufhebung der Reisewarnung hat vor allem reiserechtliche Konsequenzen: Eine Pauschalreise kann meist storniert werden, wenn eine Reisewarnung ausgesprochen wird - und das bei der Buchung nicht absehbar war. Einige Auslandskrankenversicherungen zahlen nicht, wenn eine Reisewarnung vorliegt.

An den bestehenden Testpflichten für Reiserückkehrer ändert sich derzeit hingegen nichts: Wer mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückkehrt, muss sich immer vorab auf eine Covid-Infektion testen lassen. Nach einem Urlaub in einem Risikogebiet müssten Reisende eigentlich in Quarantäne, können dies aber durch einen Test nach der Rückkehr umgehen. Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht befreit, nicht jedoch von der Auflage, sich elektronisch anzumelden. Unverändert in Kraft bleiben auch die strengeren Regeln nach einem Aufenthalt in einem Hochinzidenz- oder einem Virusvariantengebiet.

© SZ/dpa/Reuters/AFP/ihe/edi/bica/mai/ihe/edi/mai/bica
Zur SZ-Startseite

SZ PlusReiseziele 2021
:Die große Sehnsucht

Wo wollen wir in diesem Jahr Urlaub machen? SZ-Autorinnen und -Autoren schreiben über magische Orte, die sie besuchen wollen, wenn es endlich wieder geht. Eine Auswahl voller Vorfreude.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB