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Newsblog zu Corona und Reisen:Mecklenburg-Vorpommern lockert Testpflichten

Wetter und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Für den Urlaub an der Ostsee wie hier in Boltenhagen ist künftig nur noch ein Test zur Einreise notwendig. Die Kontroll-Abstriche während des Aufenthalts entfallen.

(Foto: Jens Büttner/dpa)
  • Die Coronavirus-Pandemie hat das Reisen in ungekannter Weise verändert. Was müssen Urlauber beachten? Wo gelten welche Regeln, wo gibt es eine Reisewarnung? Welche Grenzen öffnen oder schließen sich wieder? Aktuelle Nachrichten im Überblick.
  • Für Hotelgäste in Mecklenburg-Vorpommern entfällt die Testpflicht während des Urlaubs.
  • Die EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Reisebedingungen.
  • Was Sie jetzt zum Reisen wissen sollten: Fragen und Antworten zu Urlaub in Zeiten der Pandemie finden Sie hier.

15. Juni: Alle drei Tage musste sich bislang testen lassen, wer in einem Hotel in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machte. Das ändert sich nun: Künftig müsse nur noch für die Einreise im Nordosten ein maximal 24 Stunden alter Test vorgewiesen werden, die Testpflicht während des Aufenthalts entfalle, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) an. Für Ferienwohnungen gilt eine vergleichbare Regel bereits. Ganz befreit sind vollständige Geimpfte und Genesene. Für bestimmte Dienstleistungen wie die Gastronomie im Innenbereich soll die Testpflicht zunächst bestehen bleiben. Hotelgäste dürfen in einem Restaurant in ihrer Unterkunft aber auch ohne Test essen.

Reisen in der EU sollen einfacher werden

14. Juni: Die EU-Länder wollen Corona-Reisebeschränkungen künftig koordiniert und schrittweise lockern. "Mit Beginn des Sommers wird den Bürgerinnen und Bürgern das Reisen erleichtert - mit nur begrenzten und verhältnismäßigen Reisebeschränkungen, wenn überhaupt", teilte EU-Justizkommissar Didier Reynders mit. So sollen vollständig Geimpfte und Genesene ohne Tests und Quarantäne unterwegs sein dürfen, ebenso Bewohner von Regionen mit wenigen Infektionen.

Derzeit ist in Deutschland nur Mecklenburg-Vorpommern ein solches grünes Gebiet nach den Maßstäben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Von Reisenden aus orangen Gebieten könne ein Test verlangt werden, aus roten Gebieten auch eine Quarantäne, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission. Die ECDC-Einteilung der Gebiete in die Farben Grün, Orange, Rot und Dunkelrot erfolgt anhand der Fallzahlen und der Positivrate von Tests.

Marokko verzichtet bei Geimpften auf Test

14. Juni: Ab 15. Juni will das nordafrikanische Land Touristen wieder einreisen lassen. Bei Geimpften wird nun entgegen der ursprünglichen Ankündigung auf einen negativen PCR-Test verzichtet, wie das marokkanische Fremdenverkehrsamt mitteilte. Der Flug- und Fährverkehr nach Europa wird zunächst allerdings nur in eingeschränktem Umfang aufgenommen. Das öffentliche Leben ist in Marokko weiterhin eingeschränkt, das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen touristischen Reisen. Das Land ist als Risikogebiet eingestuft.

Bundesregierung hebt Reisewarnung für Risikogebiete auf

11. Juni: Mehr Normalität, "auch für das Reisen", verspricht Außenminister Heike Maas (SPD): Am 1. Juli hebt die Bundesregierung nach mehr als einem Jahr die Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete auf. Nach derzeitigem Stand gilt das für fast 100 Staaten weltweit ganz oder teilweise, darunter sind zum Beispiel die Nachbarländer Frankreich, Niederlande, Dänemark und Belgien.

Das hat auch reiserechtliche Konsequenzen: Eine Pauschalreise kann meist storniert werden, wenn eine Reisewarnung ausgesprochen wird - und das bei der Buchung nicht absehbar war. Und einige Auslandskrankenversicherungen zahlen nicht, wenn eine Reisewarnung vorliegt.

Von touristischen Reisen in "einfache" Risikogebiete mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 50 und unter 200 wird künftig nur noch "abgeraten". Bei Reisen in nicht als Risikogebiet eingestufte Länder und Regionen der EU sowie nach Island, Liechtenstein, Norwegen und in die Schweiz wird angesichts der fortdauernden Pandemie lediglich um "besondere Vorsicht" gebeten.

US-Bürger dürfen wieder nach Deutschland reisen

9. Juni: An Schloss Neuschwanstein, unterm Brandenburger Tor und am Obersee bei Berchtesgaden - alles beliebte Reiseziele bei US-Amerikanern - dürften bald wieder Gäste aus Übersee begrüßt werden können. Bislang hatten die Behörden in Washington US-Bürger vor Reisen nach Deutschland gewarnt. Nun hat das Außenministerium mehrere Länder auf der Warn-Liste herabgestuft: neben Deutschland auch Frankreich, Italien, Mexiko und Kanada. Deutschland steht damit auf Stufe drei des Warnsystems. Das bedeutet, dass US-Bürger ihre Reisepläne überdenken sollen. Zuvor galt die höchste Stufe vier, die für mehrere andere EU-Länder wie Portugal, Belgien, die Niederlande und Polen aufrecht erhalten bleibt.

Bundesbürger können allerdings weiterhin nicht in die USA einreisen. Die Neubewertung ändert nichts an dem wegen der Pandemie verhängten Einreisestopp in die USA für Ausländer - etwa aus dem europäischen Schengen-Raum, aus Großbritannien, Indien oder China. Eine Einreise aus diesen Staaten ist weiterhin in der Regel nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Auch das Auswärtige Amt warnt Bundesbürger seinerseits bislang vor touristischen Reisen in die USA.

Kostenlose Corona-Tests für Urlauber in Österreich

18. Mai: Österreich bietet ab kommender Woche kostenlose Corona-Tests auch für ausländische Gäste an, um so den Tourismus anzukurbeln. Diese Möglichkeit werde in öffentlichen Test-Straßen, Apotheken oder auch direkt in Hotels oder Gasthäusern bestehen, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in Wien. Jeder Wirt, jedes Hotel, jeder Betrieb könne Selbsttests für Gäste anbieten. Das solle auch spontane Restaurantbesuche ermöglichen - ein Vor-Ort-Test gelte in diesem Fall aber auch nur für die Dauer des Aufenthalts im Lokal.

"Es liegt in der Entscheidung des Lokalbetreibers, ob er diese Tests anbietet", sagte Köstinger. Das System der Eintrittstests und weiterer Sicherheitsauflagen habe sich sehr bewährt. In der Modellregion Vorarlberg, in der bereits seit März die Gastronomie mit Zutrittstests geöffnet ist, habe es laut wissenschaftlichen Studien keinen einzigen Infektionsfall gegeben, so die Ministerin. Mitarbeiter in der Gastronomie und Hotellerie erhielten wie bereits im vergangenen Jahr Zugang zu kostenlosen PCR-Tests, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten.

In Österreich öffnen am 19. Mai nach sieben Monaten Lockdown die Gastronomie, die Hotellerie, die Kultur und viele Sportstätten. Zugleich entfällt für viele Länder - darunter auch Deutschland - die Quarantänepflicht bei der Einreise. Allerdings müssen die Einreisenden getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen sein. Für Gäste aus Regionen mit Virusvarianten und für Hochinzidenzgebiete gelten strengere Regeln. Falls ein Test nicht vorgelegt werden kann, muss er innerhalb von 24 Stunden in Österreich gemacht werden. Vor jeder Einreise ist weiter eine elektronische Registrierung nötig. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich liegt aktuell bei 65 - und damit unter der von Deutschland mit 79.

© SZ/dpa/Reuters/AFP/ihe/edi/mai/bica
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