Chinesische MauerMüllberge und Vandalismus

Wieviel Massentourismus und Events können einem Jahrtausendbauwerk zugemutet werden? Die Große Mauer in China leidet zunehmend unter dem Praxis-Test.

Die Techno-Party bei Vollmond vor malerischer Kulisse war zumindest für die Teilnehmer ein voller Erfolg, unzählige leere Gin- und Whisky-Flaschen und zerfledderte Fastfood-Verpackungen zeugen davon: Sie verschandeln den Weg auf der Chinesischen Mauer in Badaling, etwa 60 Kilometer entfernt von Peking. Seit Jahren leidet die majestätische Schönheit des Jahrtausend-Bauwerks unter dem Vandalismus ihrer Besucher und Vernachlässigung. Die Behörden stehen vor einem Problem: Wie können sie das UNESCO-Weltkulturerbe schützen, das jährlich von rund zehn Millionen Touristen besucht wird?

Bild: AFP 12. November 2010, 09:532010-11-12 09:53:21 © Pascale Trouillaud,AFP/dd