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Budapest:Party mit Plastikbecher

20 Biere vom Fass und etwa 80 verschiedene Flaschenbiere bietet der Laden an. Eigentlich ist so viel Auswahl aber gar nicht nötig, denn selbst die in Bezug auf Bier verwöhnten Deutschen können sich mit Ungarns bestem Gerstensaft, dem Dreher, schnell anfreunden.

Ein Insidertipp ist der West-Balkan in der Kisfaludy utca. Trotz der Nähe zu den vielbefahrenen Hauptstraßen ist es in diesem Hinterhof-Biergarten wunderbar ruhig und gemütlich. Abends sitzen vor allem Studenten in der tief stehenden Sonne.

Für Verliebte ist der Donau-Korso ein Muss. Es gibt kaum etwas Romantischeres als zu vorgerückter Stunde entlang der Uferpromenade zu spazieren mit Blick auf den Gellért-Berg, den hell erleuchteten Burgpalast und die Kettenbrücke.

Vorsicht vor hübschen Mädchen

Allein reisende Männer aber sollten vorsichtig sein. Vor allem die Váci utca ist berüchtigt für die so genannten "Konsummädchen". Meist zu zweit sprechen sie nachts Touristen an, fragen nach der Uhrzeit und laden auf einen Drink ein.

Da die hübschen Mädchen nicht aufreizend gekleidet sind, sondern eher wie Studentinnen aussehen, fallen viele auf sie herein. Die dicke Rechnung gibt es am Ende: Die Urlauber dürfen nicht nur die Cocktails zahlen, die Mädchen hängen auch noch mehrere Nullen an die Rechnung dran.

Gerne begleiten breitschulterige Männer die Touristen zum nächsten Geldautomaten.

Dann lieber in der großen "Bank Dance Hall" tanzen - auch wenn die Bedienung dort eine seltsame Eigenart pflegt: Sie füllt das Bier aus Flaschen in Plastikbecher um.

Das mag gegen Glasbruch helfen, aber Stil hat das nicht. Spaß macht es trotzdem.

© sueddeutsche.de
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