Bilder von VenedigSchön melancholisch

Nebel wallen, einsam verklingen Schritte auf dem uralten Pflaster: Gerade im November zeigt sich Venedig von seiner stimmungsvollen, melancholischen Seite - aber nicht nur dann. Eine literarische Galerie in Schwarzweiß.

E.A. Poe "Das Stelldichein"

Die Nacht war unheimlich dunkel; die große Glocke auf der Piazza hatte eben die zwölfte Stunde geschlagen. Schweigend und verlassen lag der Campanile da. Die Lichter in dem alten Dogenpalaste erloschen eins nach dem anderen. Ich kam durch den großen Kanal von der Piazetta, und als meine Gondel gegenüber der Mündung des Kanals San Marco angekommen war, brach plötzlich der wilde, hysterische, lang anhaltende Schrei einer weiblichen Stimme durch die Nacht.

Maske am Brunnen des Campo di S. Maria Formosa Foto: Gabi Klein/Literarischer Kalender Venedig, ars vivendi 2007

7. November 2007, 15:502007-11-07 15:50:00 ©