BildbandMeisterwerke zum Gruseln und Staunen

Strudel am Nordpol, Monster in der See: Alte Landkarten dokumentieren das abenteuerliche Bild, das man einst von der Erde hatte.

Die Lust am Grusel spielte noch bis in die frühe Neuzeit hinein eine beachtliche Rolle bei der Anfertigung von Karten - nur zu gerne haben Kartografen Schiffe über den Weltenrand kippen lassen oder die Ozeane mit allerhand Ungeheuern besiedelt. Selbst wenn ihr wesentliches Ziel war, Ordnung und Übersicht zu schaffen auf der Erde - trotz oft sehr geringer Faktenkenntnisse. Ein Mangel an Wissen, kombiniert mit großer Fabulierlust, ideologischer Verbohrtheit und mitunter auch absichtlichen Falschinformationen brachte so über die Jahrhunderte eine ganze Reihe aus heutiger Sicht recht abenteuerlicher Karten hervor. Judyth A. McLeod hat sie in einem "Atlas der legendären Länder" zusammengefasst, der dadurch eine Geschichte der Welt erzählt, wie sie niemals existiert hat.

Seltsame Ungeheuer und Meereskreaturen in den Gewässern westlich von Skandinavien, "Carta Marina" von Olaus Magnus, 1572.

Bild: National Geographic Deutschland/Photolibrary 26. November 2010, 17:282010-11-26 17:28:14 © SZ vom 25.11.2010/kaeb