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Besuch in Antalya:Sehen Sie terör? Ich sehe nur Sonne

Die leeren Strände im Süden der Türkei haben durchaus auch ihre Vorteile für Urlauber. Für die Gastgeber ist die Situation dagegen schlimm.

(Foto: Radka Linkova/A1PIX; SZ-Montage,)

In Antalya bleiben die Strandliegen leer. Die Hoteliers, Händler und Gastronome sind ratlos: Der Terror hat das Verhältnis der Deutschen zum Urlaubsland Türkei verändert.

Manchmal ist die Wirklichkeit eine Frage des Ausschnitts, den man heranzoomt. Wer die Krise sucht, der wird am Lara Beach im Osten von Antalya fündig. An einem heißen Juli-Nachmittag schaukelt da ein Gummi-Dino auf den Wellen, als müsse er sich selbst beschäftigen, giftgrün, mit einer Rutsche auf dem Rücken. Kein Kind klettert auf ihm herum. Der Strandabschnitt dahinter: dreiviertel leer. "Çok kötü", sagt der Mann an der Strandbar, es läuft schlecht. Verdammter "terör", macht uns den Tourismus kaputt. Auch er muss sich selbst beschäftigen, also wippt er zur Musik, die aus den Lautsprechern scheppert. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass auf den "terör" zwei Tage später auch noch ein Putsch folgt, der neue Fragen aufwirft.

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