Friedhöfe in Mexiko

Mexikaner laden jedes Jahr ihre Toten zum Fest - die drei Tage werden zur Feier des Lebens. Hier ist der Día de los Muertos am 2. November einer der wichtigsten Feiertage, doch eigentlich wird an drei Tagen der Toten gedacht: Bereits am 31. Oktober werden die Kerzen entzündet und auf den Tod angestoßen, auf den Friedhöfen feiern die Mexikaner wahre Volksfeste. Zu dieser Zeit gibt es Süßigkeiten, die Europäern eher morbide vorkommen: Särge aus Marzipan oder Schädel aus Zuckerguss. Der Tod als Tabu, das kann man sich in Mexiko nicht vorstellen. Hier gehört er zum Leben, und die Toten statten den Verwandten einen Besuch ab, bevor sie von diesen am Friedhof wieder ins Jenseits verabschiedet werden. Sehenswert sind zum Beispiel der Friedhof mit Mumien-Museum der Stadt Guanajuato in Zentralmexiko oder der Panteón Civil de Dolores in Mexiko City: Auf dem größten Friedhof des Landes mit etwa 700.000 Gräbern ruhen auch Berühmtheiten wie der Künstler Diego Rivera.

Im Bild: der geschmückte Friedhof von Oaxaca an Allerheiligen

Bild: REUTERS 1. November 2013, 15:362013-11-01 15:36:04 © SZ.de/dd