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Berghütten in Bayerns Alpen:Die Hütte ist das Ziel

Auf dem Grat, am Abgrund oder am Bergbach - aber immer mit grandiosem Blick: zwölf der schönsten Hütten in den Bayerischen Alpen.

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Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Herbke

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Zum vollkommenen Bergerlebnis gehört der Gipfel mit Panoramarundblick - und eine gemütliche Hütte. Wir zeigen Ihnen zwölf besonders schön gelegene Hütten in den Bayerischen Alpen.

Tölzer Hütte, 1825 Meter

Auf einer Passhöhe zwischen dem Schafreuter und dem Delpsjoch steht die Tölzer Hütte (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Hütte auf dem Brauneck). Der Lage im nordöstlichen Karwendelgebirge, also etwas entfernt von den mächtigen Karwendelketten, verdankt die Hütte ihren schönen Ausblick.

Die Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV) wurde in den Jahren 1922 bis 1924 von der Sektion Tölz erbaut, zum Essen gibt es Tiroler Spezialitäten wie hausgemachte Schlipfkrapfen und Knödelvariationen.

Der kürzeste Weg zur Tölzer Hütte beginnt an der gleichnamigen Bushaltestelle an der Straße zwischen Vorderriß und Hinterriß (etwa zwei bis drei Stunden).

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www.toelzer-huette.de

Foto: Stefan Herbke

Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Herbke

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Carl-von-Stahl-Haus, 1733 Meter

Die gemütliche, komplett mit Holzschindeln verkleidete Hütte des Österreichischen Alpenvereins steht auf dem Torrener Joch direkt an der Grenze zwischen Bayern und Salzburg am Rande des Nationalpark Berchtesgaden und bietet sich als Stützpunkt für Touren im Hagengebirge sowie auf das Hohe Brett an.

Vom Jenner (Bergbahn von Königssee) ist das bis auf Heilig Abend ganzjährig bewirtschaftete Stahlhaus auf einem einfachen Wanderweg in einer gemütlichen Gehstunde problemlos zu erreichen.

www.carl-von-stahl-haus.com

Foto: Stefan Herbke

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Reichenhaller Haus, 1750 Meter

Nur wenige Meter unter dem Gipfel des Staufens klebt die auch Staufenhaus genannte Hütte des DAV regelrecht am Felsen. Die Lage hoch über dem Reichenhaller Talkessel ist traumhaft, der Platz auf der Sonnenterrasse allerdings knapp.

Je nach Route ist man auf den südseitigen Anstiegen von Nonn-Karlstein (470 Meter) oder der Padinger Alm (662 Meter) zwischen drei und dreieinhalb Stunden unterwegs, zum Gipfel des Staufens mit 360-Grad-Rundblick und zur Rast einladenden Wiesenpolstern sind es dann nur noch wenige Minuten.

www.dav-badreichenhall.de

Foto: Stefan Herbke

Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Herbke

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Rotwandhaus, 1737 Meter

Die Alpenvereinshütte steht in Toplage auf einem Wiesenrücken unterhalb der Rotwand. Am kürzesten - und überaus aussichtsreich - ist die Panoramawanderung von der Bergstation der Taubensteinbahn (1,5 Stunden).

Tagsüber ist rund um das Rotwandhaus einiges los, doch abends wird es ruhig. Und wer den kurzen Abstecher auf die Rotwand unternimmt (25 Minuten), der kann in aller Ruhe den Sonnenuntergang genießen.

www.rotwandhaus.de

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Foto: Stefan Herbke

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Reintalangerhütte, 1370 Meter

Schon die Lage überzeugt: Ein idyllischer Talboden am beliebtesten Anstieg auf die Zugspitze, die Partnach fließt breit gefächert durch die Wiese und auf einer Kiesbank haben sich Romantiker eine Bank hingestellt.

Vor der von Charly Wehrle bestens geführten Hütte wehen tibetische Gebetsfahnen, Sherpa Gyalzen macht seit Jahren den besten Kaiserschmarrn, abends gibt es gelegentlich ein kleines Konzert mit bayerischen, aber auch nepalesischen Stücken und in der Früh werden die Zugspitzaspiranten mit Hackbrett, Akkordeon und Gitarre geweckt. Anstieg von Garmisch-Partenkirchen durch die Partnachklamm: vier bis fünf Stunden.

www.reintalangerhuette.de

Foto: Stefan Herbke

Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Antes&Antes

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Tegernseer Hütte, 1650 Meter

Vielleicht die schönste Lage aller bayerischen Hütten besitzt die Tegernseer Hütte. Die Alpenvereinshütte steht in einem schmalen Sattel zwischen Roß- und Buchstein, die Terrasse klebt am Haus und hängt mit dem Rand schon fast über dem Abgrund.

Der Platz ist knapp, trotz der neuen Terrasse, die im Jahr 2001 auf der Westseite angebaut wurde und dem Anbau, der in den Jahren 2005 und 2006 verwirklicht wurde. Doch genau das macht die Tegernseer Hütte so liebenswert, hier rücken alle gerne zusammen und genießen die exponierte Lage auf diesem einzigartigen Flecken.

Geübte unternehmen einen Abstecher durch eine arg abgespeckte und rutschige Felsrinne auf den Buchstein, alle anderen dürfen mit dem Roßstein Vorlieb nehmen und dem dankbaren Aussichtsgipfel über seinen schmalen, aber einfach zu gehenden Gipfelrücken aufs Haupt steigen. Anstieg von Bayerwald: 2,5 Stunden.

www.dav-tegernsee.de

Foto: Antes&Antes

Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Hochgernhaus

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Hochgernhaus, 1461 Meter

Einen regelrechten Logenplatz besitzt das private Hochgernhaus auf der Südseite des Hochgern in den Chiemgauer Alpen. Die ganzjährig geöffnete Hütte wird von Hans Sima bewirtschaftet und punktet mit einer wunderbaren Sonnenterrasse.

Rund zweieinhalb Stunden beträgt der Anstieg von Marquartstein beziehungsweise Unterwössen, wobei Konditionsstarke auch gerne mit dem Mountainbike zur Hütte fahren. Empfehlenswert ist eine Übernachtung mit Abendessen im Freien am Grillplatz samt wärmendem Feuer und traumhafter Bergsicht.

www.hochgernhaus.de

Foto: Hochgernhaus

Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Herbke

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Kranzberg Gipfelhaus, 1380 Meter

Ausgedehnte Wälder, offene Buckelwiesen, schöne Seen und bequeme Wanderwege zeichnen das Gebiet um den Hohen Kranzberg oberhalb von Mittenwald aus, der zwischen den Felsmassiven von Karwendel und Wetterstein verschwindend klein ist, doch bei der Aussicht ganz groß. Gleich unterhalb steht mit dem Kranzberghaus ein erst im Jahr 2003 komplett renoviertes Gasthaus mit einladender Sonnenterrasse und großem Spielplatz.

Der Anstieg ist auch für kleine Kinder gut machbar, rund 45 Minuten benötigt man in gemütlicher Gangart von der Bergstation der Einersesselbahn beim Gasthaus St. Anton auf den Kranzberg.

www.kranzberghaus.de

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Foto: Stefan Herbke

Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Herbke

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Wankhaus, 1780 Meter

Seit 2002 wird das bereits im Jahr 1911 kurz unter dem höchsten Punkt des Wanks erbaute Wankhaus von Marion Becker und Jürgen Stoll bewirtschaftet. Die beiden Hüttenwirte, die sich vorher um die Knorrhütte kümmerten, haben den Wechsel noch keinen Tag bereut, so schön finden sie es auf ihrem sonnenverwöhnten Wankhaus.

Am schönsten wird es abends, sobald die vielen mit der Wankbahn heraufkommenden Tagesgäste weg sind - wer zu Fuß von Garmisch-Partenkirchen aufsteigt muss etwa 2,5 Stunden einplanen. Dann kommen auch die Wirtsleute zur Ruhe und freuen sich an den letzten Sonnenstrahlen, während unten Garmisch-Partenkirchen längst überschattet ist.

www.wank-haus.de

Foto: Stefan Herbke

Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Antes&Antes

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Hubertushütte, 1535 Meter

Klein, gemütlich und urig, die private Hütte auf dem kleinen Gipfelplateau unter dem Breitenstein ist eigentlich nichts anderes als eine etwas größere Alm. Vor der Hütte (Montag und Dienstag Ruhetag) stehen die Tische und Bänke in der Wiese, ringsum weiden die Kühe, und der Abstecher auf die beiden Gipfel des Breitensteins beträgt nur wenige Minuten. Anstieg von Fischbachau über die Kesselalm (rund zwei Stunden) oder aus dem Jenbachtal (etwa 1,5 Stunden).

Foto: Antes&Antes

Touren in den Alpen: Die schönsten Hütten, Herbke

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Bad Kissinger Hütte, 1792 Meter

Unter dem schroffen Gipfelaufbau des Aggensteins thront die ehemalige Pfrontner Hütte, die einen Traumblick über das Tannheimer Tal bietet. Ihren neuen Namen bekam sie, nachdem die Hütte 1994 in den Besitz der Alpenvereins-Sektion Bad Kissingen überging.

Für trittsichere und geübte Wanderer empfiehlt sich eine Rundtour von der Bergstation der Breitenbergbahn über den Aggenstein mit Abstieg über den "Bösen Tritt" (vier Stunden).

www.dav-kg.de

Foto: Stefan Herbke

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Wimbachgrieshütte, 1327 Meter

Wie eine Oase liegt die Schutzhütte der Naturfreunde Deutschlands im fast wüstenartigen Schuttstrom des Wimbachgries am Fuß des Watzmanns. Schon der Anstieg von der Wimbachbrücke ist ein landschaftliches Erlebnis.

Den Auftakt bildet die Wimbachklamm, dahinter ändert sich das Landschaftsbild: Links streben die Flanken zum Watzmann, rechts zum Hochkalter, im Talschluss stehen die Felszacken der Palfelhörner und in der Mitte fasziniert ein breiter, bis zu 320 Meter mächtiger und rund neun Kilometer langer Schuttstrom.

Wasser fließt nur auf den ersten Metern, danach wird es ruhig im Wimbach. Fast wüstenartig flimmert die Hitze über dem trockenen Geröllstrom, lediglich Rinnen zeigen, wo das Wasser während der Schneeschmelze oder nach heftigen Regenfällen fließt. Und nach drei Stunden Gehzeit erreicht man die einzige Oase in dieser Steinwüste - die Wimbachgrieshütte.

www.wimbachgrieshuette.de

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Foto: Stefan Herbke

(sueddeutsche.de/dd/kaeb/cmat)

© sueddeutsche.de/dd
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