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Beinaheunfall bei der Bahn:ICE schwankt gefährlich

Bei einem Gleiswechsel schleuderte ein ICE so stark hin und her, dass ein Mitarbeiter im Speisewagen stürzte und das Bewusstsein verlor..

Ein ICE ist bei einem Gleiswechsel auf der Strecke München-Nürnberg derart ins Schwanken geraten, dass ein Speisewagen-Mitarbeiter stürzte und vorübergehend das Bewusstsein verlor. Bei dem Zwischenfall nahe dem Bahnhof Reichertshausen (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm), der sich bereits Anfang Juli ereignete, sei eine weitere Person leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Nürnberg und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR).

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Auch Gepäck sei nach Angaben von Fahrgästen durch den Zug geschleudert worden. Passagiere hätten den Notarzt gerufen, der Zug habe außerplanmäßig im Bahnhof von Pfaffenhofen an der Ilm gehalten.

Der Verletzte sei mit Rippenprellungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der Zug sei anschließend mit verminderter Geschwindigkeit nach Nürnberg weitergefahren, wo er mit Verspätung ankam

Ein Fahrgast habe Anzeige wegen Körperverletzung erstattet, weil der Zugführer zu schnell gefahren sei. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. . Ein Problem am Zug etwa mit der Radwelle könne ausgeschlossen werden, so der Polizeisprecher. Möglicherweise könnte der Zugführer beim Überfahren einer Weiche zu schnell gefahren sein, als er einen Güterzug überholen wollte. Die Ermittler warteten nun auf einen Bericht des Eisenbahnbundesamts, der die Fahrtdaten des Zuges rekonstruiert. Bis dahin könnten noch drei Wochen vergehen.