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Bayern:Brot und Bier

Kulmbach erzählt fränkische Geschichte.

Von Ingrid Brunner

Wem zu Kulmbach lediglich Thomas Gottschalk und Bier einfallen: Das lässt sich ändern - und es lohnt sich. Denn die oberfränkische Stadt erzählt fränkische Geschichte en miniature: von Markgrafen und deren prachtvollen Residenzen, von den Kämpfen zwischen Protestanten und Katholiken, von preußischen, französischen und bayerischen Herrschern.

Und natürlich hat die Stadt auch eine Burg: die Plassenburg. Sie gilt als eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke Deutschlands und beherbergt vier Museen, darunter das deutsche Zinnfigurenmuseum mit der größten Zinnfigurensammlung der Welt. Klingt verstaubt, ist aber spannend: 300 000 Einzelfiguren erzählen in 150 Dioramen von Schlachten, Märchen und fernen Kontinenten.

Doch ganz kommt man am Bier nicht vorbei in der Bierstadt Kulmbach. So lässt sich im Brauereimuseum noch viel Interessantes über die Geschichte des Getränks erfahren. Für Biermuffel: Im gleichen Gebäude befinden sich auch das Deutsche Gewürz- und das Bayerische Bäckereimuseum. Die Einkehr danach in einer Braustube ist dann ein guter Kompromiss: Da gibt es Bier und Brot, mit oder ohne Gewürze.

© SZ vom 29.10.2020
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