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Zug in die Berge:Per Zug zum Skifahren in Deutschland und der Schweiz

In Deutschland

Mit der Bayerischen Oberlandbahn BOB erreichen Sportler vom Münchner Hauptbahnhof aus bequem die Wintersportorte Lenggries, Tegernsee und Bayerischzell: Wer am Samstag um kurz nach sieben Uhr morgens losfährt, kommt bereits eine Stunde später in Lenggries oder am Tegernsee an, bei letzterem fährt ein RVO-Bus weiter zum Gebiet Spitzingsee.

Auch für die beiden anderen bayerischen Skigebiete Brauneck und Sudelfeld offeriert die BOB das Kombiticket: Hin- und Rückfahrt zwischen BOB-Bahnhöfen und den Stationen im Oberland mitsamt Tagesskipass kosten 49,90 Euro für Erwachsene (ein Skiticket ohne Zug gibt es z.B. am Brauneck für 38 Euro); auch die Benutzung der RVO-Busse zu den Talstationen ist da mit drin.

Auf den höchsten Berg Deutschlands kommt man mit dem Garmischer Ski Ticket der DB-Regionalzüge, auch hierfür gibt es ein Paketangebot: entweder mit Tagesskipass für die Zugspitze (58 Euro, ohne Zugfahrt kostet die Karte 46,50 Euro) oder für das Skigebiet Garmisch-Classic mit Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze (52 Euro, ohne Zug 44,50 Euro); die Zahnradbahn ist inklusive. Wer am Wochenende um halb sieben Uhr am Münchner Hauptbahnhof startet, ist so um kurz nach acht Uhr am Hausberg; die Weiterfahrt bis aufs Zugspitzplatt dauert bis halb zehn Uhr.

Ebenfalls mit den DB-Regionalzügen gelangen Skifahrer täglich in die Oberstdorfer Gebiete Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck, das Angebot samt Tagesticket heißt "Oberstdorfer Ski-Ticket". Es kostet 58 Euro, Start ist in Nürnberg (über Augsburg, Buchloe, Kaufbeuren), Lindau (über Immenstadt), München (über Buchloe und Kaufbeuren) oder Ulm (über Memmingen und Kempten). Auch der Bustransfer zu den Bergbahnen ist inbegriffen; den Skipass erhält man wie bei den anderen Kombitickets an der Liftstation.

In die Schweiz

In der Schweiz ist die vergünstigte Fahrt ins Skigebiet Programm: Mit Snow`n`Rail erhält man 20 Prozent Rabatt auf die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Skigebiet. Zudem sind Ein-, Zwei- oder Sechstages-Skipässe zwischen zehn bis 20 Prozent ermäßigt, auch die Ausrüstung kann mit Rabatt geliehen werden. Der Haken: Die Abfahrt ist nur von Schweizer Bahnhöfen möglich, die Reise dorthin muss also selbst organisiert werden - etwa mit dem Sparpreis Europaticket der Deutschen Bahn nach Genf.

Dann steht der staufreien Anfahrt hoffentlich nichts mehr im Weg.

© SZ.de/ihe/stein
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