Bahn: Reisen mit BehinderungKostenlos im Nahverkehr

Reisende mit Behinderung können ab dem 1. September zu deutlich besseren Bedingungen mit der Deutschen Bahn fahren.

Sämtliche Regionalzüge und S-Bahnen können ab dem Stichtag mit einem Schwerbehindertenausweis und ergänzender Wertmarke kostenlos benutzt werden, teilte die Deutsche Bahn AG in Berlin mit. Einen Fahrschein müssen die Betroffenen dann für die jeweilige Zugstrecke nicht mehr lösen.

Bislang ist die Freifahrt auf Verkehrsverbünde und auf einen Umkreis von 50 Kilometern um den Wohnort der Schwerbehinderten beschränkt. Zudem gab es keine bundesweit einheitliche Regelung, kritisierte der Fahrgastverband "Pro Bahn". Während in vielen Bundesländern der Behindertenausweis, durften behinderte Menschen, die die Landesgrenzen nach Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern überquerten, dies nicht ohne zusätzliche Fahrkarte tun. Der Kauf einer Fahrkarten stelle ein Problem dar, so der Fahrgastverband: Viele Behinderte könnten Automaten nicht bedienen und seien auf Verkaufsstellen mit Service-Mitarbeitern angewiesen, die es auf immer weniger Bahnhöhen gäbe.

Die von der Deutschen Bahn und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales getroffenen Entscheidung gilt als Beitrag zum Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

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