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Bären in Italien:"Wir müssen lernen, mit ihnen zusammenzuleben"

Europaeischer Braunbaer, Braunbaer, Braun-Baer (Ursus arctos arctos), an einem Baumstamm, Portraet, Finnland, Karelien,

Eigentlich scheut er die Menschen, aber manchmal kommt man ihm doch sehr nahe: der europäische Braunbär.

(Foto: imago images/blickwinkel)

Etwa 100 Bären gibt es inzwischen im Trentino, immer öfter kommt es zu Zwischenfällen mit Menschen. Haben die Tiere keine Scheu mehr? Wie soll das weitergehen? Unterwegs mit einem Bärenkenner.

Von Dominik Prantl

Was die Wahl seiner neuen, alten Heimat betrifft, hat der Braunbär echt Geschmack; er beweist da ein fast schon touristisches Faible für Landschaftsästhetik. Das Tal unten, das Val di Non, auf Deutsch Nonstal, ist fest in Menschenhand, mit diesen typisch südalpinen, beige-rot-fleckigen Dörfern inmitten von Obstplantagen, auf denen jeder dritte in Italien geerntete Apfel wächst. Darüber schließen die Wälder an wie ein grünes breites Band. Noch weiter oben, ab rund 2000 Höhenmetern, folgt die alpine Zone mit Matten und Dolomitgestein und manchmal ein wenig Schnee mit geringer Haltbarkeitsdauer, denn das Klima ist mild und der Winter im Trentino heute erst recht nicht mehr das, was er schon früher selten war. Matteo Zeni, der so viel über die Bären weiß wie kaum ein anderer, bezeichnet die Gegend als "ein tropisches Paradies für Bären".

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