Baden Ruderregatta-See

Statt Ruderern und Kanuten ziehen heute immer mehr Schwimmer ihre Bahnen im sauberen Wasser - und Edelkrebse, die hier eine neue Heimat gefunden haben.

Von Stefan Herbke

An alte Zeiten erinnern die leeren Tribünen der Ruderregattastrecke bei Oberschleißheim: 1972 kämpften hier Kanuten und Ruderer um olympische Medaillen. Danach ist Ruhe eingekehrt, nur ab und zu gleiten noch schlanke Boote durch den 2.230 Meter langen und 140 Meter breiten Wasserkanal.

Ruderer nutzen den Wasserkanal für Trainingsfahrten

(Foto: Foto: Herbke)

Längst haben andere Sportarten das Terrain erobert, die langen Geraden am Uferrand sind ideal zum Inlineskaten, Laufen oder Radfahren. Im klaren, aber kalten Wasser tummeln sich vermehrt Schwimmer, die hier ihre Ruhe suchen. Sie müssen lediglich auf die wenigen Ruderer und Kanuten achten, die ihre Trainingsbahnen ziehen - und auf Krebse. Im vergangenen Jahr wurden fast 3000 Edelkrebse vom Eibsee am Fuß der Zugspitze in den Regattasee zwangsumgesiedelt, allerdings in ihrem eigenen Interesse. Denn nur in sauberen Baggerseen wie dem Regattasee haben die Krebse eine Überlebenschance.

Während am Ruderregattasee nur ein 500 Meter langer Streifen vor der Tribüne zum Schwimmen freigegeben ist, gibt es am benachbarten Badesee kaum Beschränkungen. Baden ist am West- und Nordufer erlaubt, die Liegewiesen sind flach und schön sonnig. Einige Uferbereiche werden als Biotop geschützt und sind nicht zugänglich.

Anfahrt Mit dem Auto über die A92 bis Oberschleißheim und über die B471 zur Ruderregattastrecke; mit der S1 bis Oberschleißheim und mit dem Fahrrad zum See.

Parken Großer Parkplatz an der Ruderregattaanlage (gebührenpflichtig).

Baden An der Regattastrecke vor den Tribünen, rund um den Badesee mit Ausnahme der ökologischen Ausgleichszonen am Südufer.

Wasserqualität Sehr gut.

Aktivitäten Rudern, am Wochenende Bungeejumping, Inlineskaten.

Einkehr Kiosk an der Regattastrecke.