Aus für Schlosshotel Bühlerhöhe:Ein Genesungsheim für Offiziere

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Alles begann mit einer wilden Liebesgeschichte zur Zeit der vorigen Jahrhundertwende, als sich die Bankiersgattin Hertha Pringsheim in den Regimentskommandeur Oberst Wilhelm Isenbart verliebte und nach ihrer Scheidung vom viel älteren Banker heiratete. Isenbart aber starb 1908 überraschend - im Nobelhotel "Cataract" in Assuan, das schon Agatha Christie für ihren Krimi "Tod auf dem Nil" als Kulisse diente. Die Witwe Hertha Isenbart nahm 12 Millionen Goldmark in die Hand, um als Andenken für den verstorbenen Geliebten ein Denkmal in der Heimat zu errichten, das "General-Isenbart-Offiziers-Genesungsheim" im Schwarzwald.

Weil sie sich beim Bau übernahm und Kaiser Wilhelm II. eine Schenkung dankend ablehnte, nahm sich Hertha Isenbart 1918 das Leben. So fristete die Bühlerhöhe mal als Lazarett, mal als Kurhaus ihr Dasein über die Jahrzehnte, bis der Industrielle Max Grundig 1986 zugriff. Er renovierte die Bühlerhöhe komplett und baute sie zum Luxushotel mit 77 Zimmern und 13 Suiten um.

Während Eigentümer Hopp noch überlegt, was er mit seinem Besitz künftig anfangen will, erwächst zumindest im benachbarten Baden-Baden neue Hoffnung. Eine kuwaitische Geschäftsfrau hat die ehemalige badische Markgrafen-Residenz erworben und baut sie jetzt um - zum Luxushotel mit 129 Zimmern.

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