Aus für Schlosshotel Bühlerhöhe:Schwarzwälder Pforte

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Auch Adenauer und Clinton schliefen schon hier - eines der schicksten deutschen Hotels, das Schlosshotel Bühlerhöhe, macht dicht.

Dagmar Deckstein

"Das Schlosshotel Bühlerhöhe war das beste Teamhotel, in dem die englische Mannschaft bisher jemals gewohnt hat." Da ja nun gerade wieder Fußball-Weltmeisterschaft ist, erinnern sich die Badener gerne an das Lob des englischen Nationalteam-Managers Andrew Halstead anno 2006, als die Truppe um Kapitän David Beckham ihrer Vier-Wochen-Herberge farewell sagen musste.

Wenn einer von den Kickern oder sonst jemand Betuchter noch einmal in jenem leicht kitschig-plüschig angehauchten Schwarzwaldhotel nächtigen möchte, muss er sich sputen. Vom 31. August an bleibt die Luxusherberge, auf 850 Meter Höhe gelegen und mit prachtvollem Blick übers Rheintal bis zu den Vogesen, geschlossen. Bis auf weiteres jedenfalls.

Die Betreiber, die spanische Gruppe NH-Hoteles, hat den Vertrag mit der Eigentümergesellschaft aufgelöst. Die wiederum gehört dem SAP-Mitgründer Dietmar Hopp, der das Anwesen 1999 kaufte.

Gut möglich, so ist hinter den Kulissen zu hören, dass die NH-Hotelkette, die weltweit 400 Standard-Bettenburgen betreibt, ein wenig überfordert war mit dem Fünf-Sterne-Exoten gleich neben der Schwarzwaldhochstraße. "Das Hotel hat noch nie Gewinn gemacht", sagt jedenfalls Jan Hein Simons, deutscher Geschäftsführer von NH-Hoteles. Doppelzimmer kosten hier 250 Euro aufwärts, die Japan-Suite ist für 950 Euro pro Nacht zu haben. Gut möglich, dass der 24-Stunden-Zimmerservice oder der persönliche Butler auf Anfrage zu sehr ins Geld gingen - nicht nur für die Gäste.

Schon Konrad Adenauer ging hier ein und aus, später gaben sich Nelson Mandela oder Bill Clinton die Suiten-Klinke in die Hand, und auch Tennisstar Boris Becker verbrachte eine seiner Hochzeitsnächte im barocken Romantik-Ambiente. Historisch betrachtet lag jedoch schon von Anfang an kein Segen über der Edelherberge.

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