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Apps für den Urlaub:Sitznachbar wählen

Auto, Flugzeug, Bus und Bahn - die bevorzugten Reisemittel der Deutschen werden sich wahrscheinlich auch in näherer Zukunft nicht ändern. Allerdings verändern sich die Präferenzen der Reisenden. Der Trend heißt Sharing: Man besetzt die leeren Plätze im Auto mit anderen Reisenden, die das gleiche Ziel haben. So spart man Geld und erlebt womöglich eine spannende Zeit mit seinen Mitreisenden. Ganz neu ist das Modell nicht. Mitfahrzentralen gibt es schon seit Jahrzehnten. Neu ist allerdings die Möglichkeit, die Reise nicht nur nach technischen Eckdaten wie Uhrzeit und Automodell zu planen, sondern nach der Persönlichkeit des Fahrers. So wirbt beispielsweise der Anbieter Blablacar damit, dass User ihre persönlichen Vorlieben angeben sollen, zum Beispiel, wie wichtig ihnen bestimmte Musikstile sind oder wie gesprächsbereit sie sich einschätzen.

Noch einen Schritt weiter geht man bei der Fluggesellschaft KLM. Dort hat man das "Social Seating" eingeführt: Für Fernflüge ab und nach Amsterdam bietet die Airline eine sogenannte "Meet & Seat"-Funktion. Hier können Fluggäste ihre Profile auf Facebook, Google+ oder Linked-in mit ihrer Buchung verknüpfen. Andere Reisende sehen dann, wer mit ihnen an Bord ist. Mit "Meet & Seat" können sich die Passagiere zum Beispiel auf einen Kaffee vor dem Flug verabreden, nebeneinander liegende Sitzplätze wählen oder sich am Ziel ein Taxi teilen. Man wolle auf diese Weise den Flug anregender gestalten und den Reisenden die Kontaktaufnahme erleichtern, heißt es bei KLM.

Denkbar ist auch, Social Seating auf Bahn und Bus auszuweiten oder auf Konzerte und Fußballspiele. Die entsprechende Software dafür gibt es bereits.

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