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Anreise zum Skiort:Per Billigflieger in die Alpen

Dichtere Flugnetze

Auch in Österreich ist das Streckennetz der Billigflieger dichter geworden. Sieben Low-Cost-Gesellschaften fliegen nach Salzburg, drei nach Innsbruck, drei nach Graz und zwei nach Klagenfurt, zählt Klaus Stephan auf.

Die Wege in die Schweiz sind durch die Low-Cost-Flieger ebenfalls kürzer geworden: Verbindungen gibt es etwa mit Easyjet ab Berlin und Hamburg nach Basel oder von Berlin und Dortmund nach Genf.

Die Strecken nach Klagenfurt und Salzburg werden für den Winter immer wichtiger, sagt Herbert Euler, Sprecher des Billigfliegers hlx in Hannover: "Hoteliers und Skigebiete sind wach geworden und weisen auf die Verbindungen hin oder bieten Paketlösungen an, die zum Teil auch auf der hlx-Website zu buchen sind."

Auch Germanwings fliegt nicht nur zu Sonnenzielen, sondern auch nach Wien, Zürich, Oslo oder Krakau - Flughäfen, die zumindest für die Weiterreise in Skigebiete in Frage kommen. "Von Krakau ist es nur eine gute Stunde bis Zakopane", sagt Firmensprecher Heinz Joachim Schöttes. "Wir überlegen derzeit, ob noch weitere Strecken nach Osteuropa interessant sind."

Easyjet bietet von Dortmund Flüge nach Prag und Krakau an und fliegt von Berlin nach Krakau und Ljubljana in Slowenien. Von dort ist es nicht weit in die Skizentren Kranjska Gora, Krvavec und Maribor. Von Prag sind es rund 140 Kilometer ins Riesengebirge.

Trotz aller Bewegung im Markt: "Das Gros der Skiurlauber fährt noch mit dem Auto", sagt DRV-Geschäftsführer Jüngert. Als Alternative zu Bahn und Pkw haben sich die Billigflieger noch nicht durchgesetzt, ist auch die Einschätzung von Gieri Spescha von Graubünden Tourismus in Chur: "Allerdings dürfte das Potenzial nicht unbeträchtlich sein."