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Skifahren in den Alpen:Was vom Winter übrig blieb

Ein Skifahrer trägt seine Ski

Man konnte sich schon allein fühlen in diesem Winter. Manche fanden das ganz schön, andere zum Heulen.

(Foto: Marco Bertorello/AFP)

Nie zuvor war der Skitourismus ein solches Politikum wie in der vergangenen Saison. Am Ende standen trostlose Orte, leere Kassen und die Frage: War das wirklich nötig? Eine persönliche Bilanz.

Von Dominik Prantl

Nun, da dieser lange Winter noch ein paar finale Schneeflocken und seine letzten Schatten in unsere Breiten wirft, ist es Zeit für ein Bekenntnis: Ich war jahrzehntelang der Überzeugung gewesen, der Betriebsamkeit des alpinen Wintertourismus wenig abgewinnen zu können. Ich pflegte dieses Image als Freizeitmisanthrop sogar: Weihnachtsgewimmel im Ortskern? Ohne mich! Menschenschlangen vor dem Skilift? Pfui Teufel! Après-Ski? Eine Hölle für Menschen, die selbige nur unter Alkoholeinfluss ertragen! Dann kam der Höhepunkt dieses vermaledeiten Pandemiewinters; ich ging durch Seefeld, einem dieser Orte in Tirol, den der Tourismus an vielen Stellen immer weiter von seinen Ursprüngen löst - und fand die Trostlosigkeit zum Heulen. Ein paar Einheimische wackelten mit Langlaufskiern durch die kleine Fußgängerzone, der große Parkplatz in der Ortsmitte: leer wie in der Nebensaison. Die Fiakerfahrer: gelangweilt. Immerhin: Die Lifte im nahen Skigebiet liefen.

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