Ist es ein Zeichen grenzenloser Arroganz und Gleichgültigkeit, mit der die Not der anderen gerade in Badeorten so auffällig ignoriert wird? Bilder etwa von Touristen, die sich - wie hier an einem Strand von Fuerteventura - scheinbar ungerührt neben gestrandeten Flüchtlingskähnen sonnen, erwecken den Eindruck.

"Urlaub - das ist vor allem heile Welt", meinte dazu in diesem Sommer ein Kommentator des WDR: "Hier bezahlt der Nordeuropäer für die Entspannung bei friedlichem Wellenschlag (...), nicht für den Anblick von Toten." Und zitierte den Tourismusmanager der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo, es wäre den meisten am liebsten, "wir würden die Immigranten erschlagen oder ertränken, damit sie in Ruhe hier Urlaub machen können".

Bild: AFP 11. Dezember 2014, 09:502014-12-11 09:50:38 © SZ.de/kaeb/segi