Bundestagswahl : Die Ergebnisse für den Wahlkreis Düren

Die CDU (30,4%) erreicht hier – wie schon 2017 – die höchste Zahl an Zweitstimmen. Ihr Vorsprung gegenüber der SPD (29%) sinkt um 4,3 Prozentpunkte.

Damit verteidigt sie ihre Mehrheit, obwohl sie den größten Stimmverlust im Wahlkreis verzeichnet.

Direktmandat

Direkt wiedergewählt wurde Thomas Walther Rachel (CDU) mit 36,7 Prozent. Auf dem zweiten Platz landete Dietmar Heinrich Nietan (SPD) mit 30,8 Prozent der Erststimmen.

Der Ausgang überrascht. Das SZ-Wahlmodell hatte hier die SPD vorne gesehen.

77 Prozent der Wahlberechtigten gaben eine Stimme ab. Während im Bund die Wahlbeteiligung stagniert, wächst sie im Wahlkreis. 2017 lag sie noch bei 75,9 Prozent.

Vergleich zu Gesamtdeutschland

Das Wahlergebnis der Grünen, der FDP, der AfD und der Linken hat sich hier ähnlich entwickelt wie im bundesweiten Trend. Die Grünen (+5,7%) holen mehr Stimmanteile als 2017, die FDP (-0,2%) und die AfD (-1%) erzielen in diesem Wahlkreis ein ähnliches Wahlergebnis wie 2017 und die Linken (-2,9%) verlieren Stimmanteile. Außergewöhnlich sind die Ergebnisse der SPD (-0,2%) und der CDU (-4,5%). Die SPD verliert trotz bundesweitem Zugewinn (+5,2%) hier Stimmanteile. Die CDU fährt in diesem Wahlkreis weniger hohe Verluste ein (Bund: -8,8%).

Die Linken (3%) würden den Einzug in den Bundestag nicht schaffen, wenn dieser Wahlkreis exemplarisch für ganz Deutschland stünde.

Strukturdaten

Der Wahlkreis ist eher städtisch geprägt. Die Grünen schneiden in solchen Wahlkreisen in der Regel eher besser ab. Das trifft in diesem Wahlkreis nicht zu. Für derartige Wahlkreise wenige Stimmen erhalten hier die Grünen.

Das Durchschnittseinkommen lag in diesem Wahlkreis vergangenen Oktober unter dem Bundesschnitt. Solche Wahlkreise haben bei dieser Bundestagswahl eher für die SPD und die Linken und eher seltener für die CDU und die FDP abgestimmt. Das trifft für die SPD in diesem Wahlkreis zu. Besser als in ähnlichen Wahlkreisen erwartet schneiden die CDU und die FDP ab. Vergleichsweise wenige Stimmen erhalten die Linken.

Umliegende Wahlkreise

Methodik

Auf dieser Seite versuchen wir, das Ergebnis in diesem Wahlkreis abzubilden und zu analysieren. Diese Einordnung basiert auf statistischen Auswertungen, die Texte werden automatisch generiert. Das kann auch nach Vorliegen des Wahlergebnisses etwas dauern. Sollten Sie einen Fehler entdeckt haben, freuen wir uns über Hinweise per E-Mail.

Beim Vergleich zum Bundesergebnis wird gegenübergestellt, wie viele Prozentpunkte eine Partei im Bund beziehungsweise im Wahlkreis gewonnen oder verloren hat. Ein Unterschied unter drei Prozentpunkten wird als ähnlich gewertet.

Zum Vergleich der Strukturdaten werden die Wahlkreise zuerst nach den Strukturdaten eingeteilt. Die Wahlkreise werden beispielsweise anhand des Altersschnitts in solche mit niedrigen und hohen Werten eingeteilt, wobei Wahlkreise mit unter zehnprozentiger Abweichung vom Mittelwert nicht beachtet werden. Danach werden die Wahlergebnisse nach Partei in diesen Kategorien verglichen. Nur wenn der Mittelwert der Stimmanteile einer Partei in Wahlkreisen mit niedrigem Altersschnitt eine Standardabweichung Abstand vom Mittelwert der Wahlkreise mit hohem Alterssschnitt hat - oder umgekehrt - gehen wir von einem signifikanten Unterschied aus. Für den Wahlkreis wird diejenige Kategorie angezeigt, in der besonders viele Parteien vom erwarteten Ergebnis abweichen. Die Partei, die im Wahlkreis am weitesten von ihrem mittleren Ergebnis abweicht, wird in der Grafik dargestellt.

Wahlkreise, in denen die Bevölkerungsdichte niedriger und die Zahl der eingeschlossenen Gemeinden größer ist als im deutschlandweiten Median, werden als ländlich geprägt eingestuft. Eine Mehrzahl (178 von 299) Wahlkreisen gilt nach dieser Methodik als städtisch geprägt.

Zur Unterstützung der Textgenerierung greifen wir auf SimpleNLG-DE zurück.

Datenquellen: Bundeswahlleiter, dpa.

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