





8. Mai 2026 | Lesezeit: 19 Min.
Morgens um halb sieben an einem kühlen Tag im März fällt ein Singvogel tot vom Baum. Schwarz-violett schimmert sein Gefieder, grau ragt der Schnabel aus dem Gesicht, leblos knickt sein Kopf nach hinten, die Brust blutrot. Erschossen, mitten im Wohngebiet, mit einem nahezu lautlosen Luftdruckgewehr – und mit Genehmigung der oberbayerischen Naturschutzbehörde. Auf den umliegenden Bäumen heben die schwarzen Silhouetten ab, ein Dutzend, zwanzig, mehr. Das Krächzen bricht los wie ein Alarm.