Der SZ-Klimamonitor

Wie der Mensch die Erde zerstört – und wie wir sie noch retten können. Die wichtigsten Daten und Hintergründe zur größten Krise der Welt.

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Habeck, Waldi und der Aufbruch

Kolumne Klimafreitag, von Marlene Weiß

Ich hoffe, Sie haben keine Neujahrsvorsätze, oder wenigstens keine besonders ambitionierten, das geht nämlich meistens schief, besonders, wenn es etwas aus der „mehr Sport machen“ oder „gesünder essen“-Kategorie ist. Wenn Sie gar nicht von der Vorsatzhuberei lassen können, vielleicht versuchen Sie es mal mit einer Wenn-Dann-Regel (SZ Plus), das soll helfen. Aber wenn Sie mich fragen, ist und bleibt die sicherste Option: keine Vorsätze – kein Scheitern (wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich auch am Vorsatz, mich daran zu halten, schon gescheitert bin).

Jemand, der sich im neuen Jahr trotz alledem einiges vorgenommen hat – und dabei weiß ich noch nicht mal, was er womöglich so sport- oder ernährungsmäßig vorhat – ist Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck. Am Dienstag hat er seine „Eröffnungsbilanz“ vorgestellt, ich weiß auch nicht, warum das Eröffnungsbilanz heißt, wenn man doch normalerweise erst zum Abschluss Bilanz zieht, aber bitte. Habeck hat also nachgerechnet, was bisher im Klimaschutz passiert ist, und wenig überraschend festgestellt, dass es hinten und vorne nicht reicht.

Interessanter ist aber, was er erklärt hat, als es um die „Eröffnung“ ging. Jetzt soll es nämlich vorangehen, auch dafür sind Habecks Grüne als Regierungspartei angetreten, und zwar schnell. Bis zum Sommer sollen zwei Gesetzespakete kommen, die den Ausbau der Erneuerbaren massiv beschleunigen sollen. Unter anderem ist ein Solarbeschleunigungspaket geplant, eine Wärmestrategie, eine Wasserstoffoffensive, Genehmigungsverfahren sollen schneller gehen, und ein Hund namens Waldi kann sich auch auf etwas gefasst machen (SZ Plus).

Kurz: Habeck will einen neuen gesellschaftlichen Aufbruch erwirken. Damit das gelingt, will er mit möglichst vielen Menschen reden, sie mitnehmen, überzeugen. Ob das klappt? Die Chancen stehen bestenfalls 50:50, meint mein Kollege Michael Bauchmüller. Aber wenn, schreibt er, dann könnte es das Land mehr verändern als alle neuen Windräder zusammen (SZ Plus).

Es wäre jedenfalls schön, wenn Habecks Plänen mehr Erfolg beschieden sein sollte als vielen anderen Neujahrsvorsätzen.

(Dieser Text stammt aus dem wöchentlichen Newsletter Klimafreitag, den Sie hier kostenfrei bestellen können.)

Klimapolitik und Gesellschaft

Die Zeit drängt: Will man die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen – so wie im Pariser Vertrag angestrebt – bleiben der Menschheit beim heutigen Tempo nicht einmal mehr sieben Jahre, bis sie gar kein CO₂ mehr emittieren darf. Auch die Corona-Krise macht da kaum einen Unterschied. Die Fragen, die viele Menschen immer lauter stellen, lauten also: Warum passiert so wenig? Und wie lässt sich das ändern?

In diesem Kapitel finden Sie Artikel zu Klimapolitik, Protestaktionen und aktuellen Entwicklungen.

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Zentrale Beschlüsse, wegweisende Studien, wesentliche Erkenntnisse – hier lesen Sie Artikel zum Klimawandel und Klimapolitik, in denen Sie sich einen Überblick verschaffen können.

Ursachen des Klimawandels

Dass die Welt vor einer großen Katastrophe steht, hat vor allem mit einem kleinen Molekül zu tun: CO₂. Seit mehr als einem Jahrhundert reichert sich das Treibhausgas Kohlendioxid sukzessive in der Atmosphäre an, aber auch die Gefahr durch Methanemissionen wächst. Und die Auswirkungen der Treibhausgase auf den Planeten sind dramatisch.

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Was genau bewirkt das Treibhausgas CO₂ auf unserem Planeten? Und wo steht die Welt im Kampf gegen steigende Emissionen? Hier finden Sie Artikel zum Thema Kohlendioxid.

Folgen des Klimawandels

Seit Beginn der Messungen war es weltweit noch nie wärmer als in den vergangenen Jahren. Immer weiter nähert sich die Erde der 1,5-Grad-Grenze an, deren Einhaltung zunehmend unrealistisch wird. Die Welt heizt sich auf, das Eis verschwindet. Besonders in der Arktis sind die Folgen des menschengemachten Klimawandels deutlich zu sehen: Erschreckende Höchstmarken bei den Temperaturen und Eisverlust nehmen zu. Aber auch weltweit schmelzen die Gletscher und der Meeresspiegel steigt weiter an. Ein paar Millimeter pro Jahr – das klingt nach wenig, die langfristigen Folgen aber sind gewaltig.

Energiewende, Mobilität und Innovationen

Klimaneutrale Energieversorgung zu 100 Prozent ist möglich – und nötig. Die Erderwärmung lässt sich nur aufhalten, wenn die Versorgung mit Kohlestrom rapide sinkt und unsere Mobilität nicht mehr auf fossilen Brennstoffen fußt. Auch andere neue Technologien können in der Klimakrise helfen – und jeder einzelne Mensch.

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