Klimapolitik

„Klimahölle” oder „Wir schaffen das”?

Die Welt will den Klimawandel bremsen, tut dafür aber nicht genug. Ist das jetzt Grund zur Hoffnung oder zum Verzweifeln? Zwei Perspektiven auf die Klimapolitik – eine Analyse in Daten und Grafiken.

18. November 2022

Vor drastischen Bildern schreckte der UN-Generalsekretär nicht zurück: Auf dem „highway to climate hell” sei man unterwegs, mit dem Fuß noch auf dem Gaspedal, warnte António Guterres auf der Weltklimakonferenz in Scharm el-Scheich. Ganz anders klang US-Präsident Joe Biden, der nach wie vor die Spielräume betonte, den Planeten zu bewahren, und dann fast wie Angela Merkel schloss: „Wir können das gemeinsam schaffen."

Die Klimakrise bedroht unsere Lebensgrundlage, das können inzwischen auch die politischen Entscheider nicht mehr ignorieren. Aber wie sie die sich zuspitzende Situation bewerten und wie sich das im politischen Handeln niederschlägt, ist höchst unterschiedlich. Auch weil dieselben Daten, dieselben Fakten Anlass zur Hoffnung sein können, aber auch zum Verzweifeln. Hier können Sie versuchsweise selbst wählen, wie Sie auf die Klimakrise blicken möchten:

optimistisch / pessimistisch

Die Entwicklung ist seit Jahren eindeutig: Die katastrophalen Folgen des Klimawandels treten immer deutlicher zutage; das Wetter war 2022 in weiten Teilen der Erde geprägt von Hitzewellen, Dürren, Fluten und Stürmen. Auch in der Temperaturentwicklung ist die Klimakrise längst unübersehbar:

Auf der Erde wird es immer wärmer, die Folgen des Klimawandels werden immer offensichtlicher. Zugleich wächst damit aber das Bewusstsein, dass die Klimakrise dringend bekämpft werden muss. Umso mehr, je stärker die Erderwärmung auch im Alltag der Menschen spürbar wird – im Wortsinn, nicht zuletzt in den Temperaturen: