Fluoreszierender Korallenpolyp
Fluoreszierender Korallenpolyp
Motteneier

In einem parallelen Universum

Die Gewinner des diesjährigen „Nikon Small World“-Fotowettbewerbs zeigen eine Welt, die dem menschlichen Auge sonst nicht zugänglich ist. Eine Auswahl der Bilder.

Fluoreszierender Korallenpolyp
Fluoreszierender Korallenpolyp

In einem parallelen Universum

Motteneier
Motteneier

Die Gewinner des diesjährigen „Nikon Small World“-Fotowettbewerbs zeigen eine Welt, die dem menschlichen Auge sonst nicht zugänglich ist. Eine Auswahl der Bilder.

17. Oktober 2022 - 2 Min. Lesezeit

Es sind erstaunliche Gebilde, die auf den Gewinnerbildern des diesjährigen „Nikon Small World“-Fotomikrographie-Wettbewerbs zu sehen sind. Man braucht allerlei Gerätschaften, um diese Welt des Kleinen zu erkunden. Aber es lohnt sich: Man findet dort nicht nur interessante Wissenschaft, sondern auch große Schönheit. Es ist wie ein Ausflug in ein Paralleluniversum oder in eine Fantasiewelt. Aber alles, was hier zu sehen ist, ist echt. Die Bilder wurden zwar teils aus Einzelaufnahmen zusammengesetzt, bearbeitet oder koloriert, aber sie zeigen reale Objekte und Strukturen.

Auf den ersten Platz haben es Grigorii Timin und Michel Milinkovitch von der Universität Genf geschafft, die aus Hunderten Einzelbildern unter einem „konfokalen“ Lichtmikroskop diese Aufnahme der Hand eines Embryos des Großen Madagaskar-Taggekkos zusammengesetzt haben. Die Hand ist etwa drei Millimeter lang.

Der zweite Platz ging an Caleb Dawson vom Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research in Melbourne, Australien. Das ebenfalls mit einem konfokalen Mikroskop aufgenommene Bild zeigt Brustgewebe. Um die Milchbläschen winden sich Myoepithelzellen, die sich zusammenziehen können.

Das Netzwerk von Blutgefäßen im Darm einer Maus, aufgenommen von Satu Paavonsalo und Sinem Karaman von der Universität Helsinki schaffte es auf den dritten Platz.

Nichts für Spinnenphobiker: eine Große Zitterspinne, hier noch etwas größer, Platz vier.

Hier ist der Docht einer erloschenen Kerze zu sehen, umgeben vom Rauch, im Wesentlichen unverbrannter Kohlenstoff aus dem Kerzenwachs. Das Bild entstand durch Übereinanderlegen vieler Aufnahmen mit sehr kurzer Verschlusszeit (Platz sechs).

Die wachsende Spitze einer Rotalge, aufgenommen mit einem konfokalen Mikroskop.

Eine Flüssigkristall-Mischung, optisch 40-fach vergrößert und mit polarisiertem Licht aufgenommen (Platz neun).

In der obersten Zellschicht der Dickdarm-Schleimhaut befinden sich Einsenkungen, sogenannte Krypten, die Stammzellen enthalten. Sie produzieren Zellnachschub, aber auch, wie hier unter dem Mikroskop, eine hübsche Blümchentapete (Platz 15).

Bilder wie dieses entstehen in der Fluoreszenzmikroskopie, indem Objekte mit Licht bestrahlt werden und dadurch selbst Licht anderer Wellenlängen abgeben, so dass bestimmte Strukturen sichtbar werden. Zu sehen ist nicht abstrakte Kunst, sondern ein Längsschnitt durch die Spitze eines weißen Spargels (Platz 16).

Schön anzusehen, nicht so schön vorzustellen: Der bakterielle Biofilm auf einer Zelle der menschlichen Zunge (Platz 19).

Auf den ersten Platz haben es Grigorii Timin und Michel Milinkovitch von der Universität Genf geschafft, die aus Hunderten Einzelbildern unter einem „konfokalen“ Lichtmikroskop diese Aufnahme der Hand eines Embryos des Großen Madagaskar-Taggekkos zusammengesetzt haben. Die Hand ist etwa drei Millimeter lang.

Der zweite Platz ging an Caleb Dawson vom Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research in Melbourne, Australien. Das ebenfalls mit einem konfokalen Mikroskop aufgenommene Bild zeigt Brustgewebe. Um die Milchbläschen winden sich Myoepithelzellen, die sich zusammenziehen können.

Das Netzwerk von Blutgefäßen im Darm einer Maus, aufgenommen von Satu Paavonsalo und Sinem Karaman von der Universität Helsinki schaffte es auf den dritten Platz.

Nichts für Spinnenphobiker: eine Große Zitterspinne, hier noch etwas größer, Platz vier.

Hier ist der Docht einer erloschenen Kerze zu sehen, umgeben vom Rauch, im Wesentlichen unverbrannter Kohlenstoff aus dem Kerzenwachs. Das Bild entstand durch Übereinanderlegen vieler Aufnahmen mit sehr kurzer Verschlusszeit (Platz sechs).

Die wachsende Spitze einer Rotalge, aufgenommen mit einem konfokalen Mikroskop.

Eine Flüssigkristall-Mischung, optisch 40-fach vergrößert und mit polarisiertem Licht aufgenommen (Platz neun).

In der obersten Zellschicht der Dickdarm-Schleimhaut befinden sich Einsenkungen, sogenannte Krypten, die Stammzellen enthalten. Sie produzieren Zellnachschub, aber auch, wie hier unter dem Mikroskop, eine hübsche Blümchentapete (Platz 15).

Bilder wie dieses entstehen in der Fluoreszenzmikroskopie, indem Objekte mit Licht bestrahlt werden und dadurch selbst Licht anderer Wellenlängen abgeben, so dass bestimmte Strukturen sichtbar werden. Zu sehen ist nicht abstrakte Kunst, sondern ein Längsschnitt durch die Spitze eines weißen Spargels (Platz 16).

Schön anzusehen, nicht so schön vorzustellen: Der bakterielle Biofilm auf einer Zelle der menschlichen Zunge (Platz 19).

Team
Text Marlene Weiß
Bildredaktion Julia Hecht
Digitales Storytelling Julia Hecht