
Sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen, das gehört zu den Dingen, die viele Menschen gerne verdrängen. Diejenigen, die sich ihrer Sterblichkeit bewusst sind, haben vermutlich schon ein Testament oder eine Patientenverfügung gemacht – allerdings reicht das nicht mehr. Denn was passiert mit den digitalen Spuren und Konten im Netz? Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom haben sich nur 32 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer überhaupt schon einmal mit dem eigenen digitalen Nachlass beschäftigt hat, auch weil es hier eine große Wissenslücke gibt. Denn während früher Briefe, Kontounterlagen oder auch Fotoalben automatisch Teil der Erbmasse waren, sind heute viele persönliche Daten, Verträge oder Informationen zu Finanzgeschäften ausschließlich digital vorhanden, und auf Servern, in Cloud-Diensten oder auf Online-Plattformen.