
Erben kann teuer sein. Das mussten zum Beispiel die Nachkommen des 2021 verstorbenen Milliardärs Heinz Hermann Thiele erleben. 15 Milliarden Euro vermachte ihnen der Hauptaktionär des Automobilzulieferers Knorr-Bremse. Allerdings wurden darauf auch Berichten zufolge rund vier Milliarden Euro Erbschaftssteuer fällig. Eine immense Summe, vor allem, wenn man bedenkt, dass etwa im Jahr 2024 bundesweit 13,3 Milliarden Euro Erbschaftssteuer fällig wurden. Da fällt ein solcher Fall ins Gewicht. Und er generierte Aufmerksamkeit bei anderen Menschen, die gedenken, zu erben oder zu vererben. Gepaart mit der gerade wieder aufgeflammten Diskussion um eine Erbschaftssteuerreform entwickelt das Thema nun für manchen eine gewisse Dringlichkeit. Der Todesfall kann plötzlich eintreten, und wer nicht will, dass die eigenen Kinder, Enkel und sonstige Begünstigte erst einmal Monate damit verbringen müssen, das Erbe zu sortieren und mit dem Finanzamt und den Gerichten zu klären, wer was und wie schnell bekommt, der muss sich frühzeitig kümmern. Klingt nervig? Ist gar nicht so schlimm, wenn Erblasser einige Faustregeln beachten.