Feiertage

Das meiste aus den Urlaubstagen herausholen

Wer die neun bundesweiten Feiertage geschickt ergänzt, kann im kommenden Jahr insgesamt 28 Tage freinehmen. Das sind Tipps für die Planung.

Von Jerrit Schloßer
29. Oktober 2025 | Lesezeit: 3 Min.

Um den Stellenwert der Freizeit steht es derzeit eher schlecht in Deutschland. Was Friedrich Merz von „Work-Life-Balance“ hält, hat er im Sommer unmissverständlich klargemacht: Den Wohlstand, so beschied der Kanzler, könne man so nicht sichern. Mit anderen Worten: Mehr Work, weniger Life soll künftig die Devise lauten.

Doch es gibt noch Möglichkeiten, um mit mehr „Life“ das eigene Leben besser auszubalancieren: die Feiertage. Wer diese Inseln der Entspannung im rauen Meer der täglichen Arbeit taktisch nutzt, kann für längere Zeit am Stück dem Arbeitsplatz den Rücken kehren. Auch im kommenden Jahr gibt es an verschiedenen Tagen wieder die Möglichkeit, Brückentage geschickt einzusetzen.

Doch zunächst ist da ein Dämpfer: Die Feiertage im Jahr 2026 fallen oft aufs Wochenende. Unter anderem der Tag der Deutschen Einheit und der zweite Weihnachtsfeiertag sind betroffen. In beiden Fällen handelt es sich um bundesweite Feiertage. Der ein oder andere lieb gewordene Brückentag fällt im kommenden Jahr also aus.

Aber Cleverness hilft: Wer die neun bundeseinheitlichen Feiertage um sechs Urlaubstage ergänzt, darf stolze 28 Mal der Arbeit fern bleiben. Und, je nach Bundesland, gibt es noch weitere Möglichkeiten, um die eigene Urlaubszeit zu maximieren.

Direkt zu Jahresbeginn 2026 bietet sich der erste Brückentag an, denn Neujahr fällt auf einen Donnerstag. Unter Einsatz von einem Urlaubstag können demnach vier freie Tage am Stück ergattert werden, bis zum 4. Januar. 

In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ist die Lage für Erholungsbedürftige sogar noch günstiger, da der 6. Januar ebenfalls als Feiertag gilt. Dort kann das erste Wochenende im Jahr herrliche sechs Tage lang dauern, wenn man bereit ist, zwei Urlaubstage zu investieren.

Direkt zu Jahresbeginn 2026 bietet sich der erste Brückentag an, denn Neujahr fällt auf einen Donnerstag. Unter Einsatz von einem Urlaubstag können demnach vier freie Tage am Stück ergattert werden, bis zum 4. Januar. 

In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ist die Lage für Erholungsbedürftige sogar noch günstiger, da der 6. Januar ebenfalls als Feiertag gilt. Dort kann das erste Wochenende im Jahr herrliche sechs Tage lang dauern, wenn man bereit ist, zwei Urlaubstage zu investieren.

In den restlichen Wintermonaten erwartet Freunde des Feiertages allerdings eine Durststrecke. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gäbe es zwar den Internationalen Frauentag am 8. März, nur fällt dieser ausgerechnet auf einen Sonntag. Erst über Ostern ist dann wieder frei: Von Karfreitag am 3. April bis Ostermontag am 6. April haben alle frei, die an Feiertagen zuhause bleiben können.

In der zweiten Jahreshälfte gibt es nur noch wenig zu feiern

Der Mai ist dieses Jahr der dankbarste Monat für alle arbeitenden Freizeit-Enthusiasten. Schon der „Tag der Arbeit“ steht am ersten Mai im Dienste der Arbeitenden, oder zumindest derer, die an gesetzlichen Feiertagen der Arbeit fernbleiben dürfen, denn er fällt auf einen Freitag.

Wer neun Urlaubstage einsetzt, kann vom 9. bis zum 25. Mai volle 17 Tage am Stück freihaben – Christi-Himmelfahrt am 14. Mai und Pfingstmontag am 25. Mai sei Dank. 

In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland können Urlaubshungrige sogar noch einen drauflegen: Fronleichnam am 4. Juni fällt auf einen Donnerstag und lässt sich somit elegant in die Urlaubsplanung einbeziehen. Wer hier acht weitere Urlaubstage nimmt, kann bis zum 7. Juni verlängern – das ergibt 30 freie Tage unter Einsatz von 17 Urlaubstagen.

Wer neun Urlaubstage einsetzt, kann vom 9. bis zum 25. Mai volle 17 Tage am Stück freihaben – Christi-Himmelfahrt am 14. Mai und Pfingstmontag am 25. Mai sei Dank. 

In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland können Urlaubshungrige sogar noch einen drauflegen: Fronleichnam am 4. Juni fällt auf einen Donnerstag und lässt sich somit elegant in die Urlaubsplanung einbeziehen. Wer hier acht weitere Urlaubstage nimmt, kann bis zum 7. Juni verlängern – das ergibt 30 freie Tage unter Einsatz von 17 Urlaubstagen.

In der zweiten Jahreshälfte, nach Fronleichnam, gibt es dann nur noch wenig zu feiern: die nächsten sechs Feiertage fallen allesamt auf Wochenenden. So auch der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober, den alle Bundesländer gleichermaßen zum freien Tag erklären. 

Erst am 18. November, dem Buß- und Bettag, steht wieder ein Feiertag an, der einen zusätzlichen freien Tag ermöglicht. Allerdings nur in Sachsen. Und auch nur ein lausiger Mittwoch.

Immerhin ein langes Wochenende gibt es aber noch für betroffene Arbeitnehmer zu Jahresende: der erste Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember, den alle Bundesländer zum Feiertag erkoren haben, fällt 2026 auf einen Freitag.

Aber Vorsicht! Denjenigen, die jetzt geneigt sind, schnellstmöglich die Urlaubsanträge für 2026 einzureichen, sei zu Umsicht geraten: Wer bei der Urlaubsplanung vorprescht, ohne sich mit dem Kollegium abzusprechen, könnte den Frieden am Arbeitsplatz gefährden. Denn schlechte Stimmung unter Kollegen kann ein Stressfaktor sein, der sich negativ auswirkt – auf die eigene Work-Life-Balance.

Text: Jerrit Schloßer; Digitales Storytelling: Christian Helten; Infografik: Julian Hosse

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