Bayer und Monsanto

„Eine Dekade des Niedergangs“

Vor zehn Jahren kündigte Bayer die Übernahme von Monsanto an, mit fatalen Folgen – allerdings nicht für den damaligen Konzernchef Werner Baumann. Sogar Donald Trump und US-Gesundheitsminister Kennedy mischen mit. 

22. Mai 2026 | Lesezeit: 10 Min.

Es gibt Jubiläen, die eigentlich niemand feiern will, dieses ist so eines: Vor zehn Jahren, am 23. Mai 2016 kündigte der Dax-Konzern Bayer in einer Ad-hoc-Mitteilung die Übernahme des US-Konzerns Monsanto an – für 122 Dollar je Aktie in bar, entsprechend einer Bewertung von 62 Milliarden Dollar. Monsanto hatte schon damals einen schlechten Ruf. Als „Monsatan“ und „Mutanto“ beschimpften Kritiker den Konzern, weil er Saatgut gentechnisch so verändert, dass es resistent gegen den Wirkstoff Glyphosat im Unkrautbekämpfungsmittel Roundup ist, ein Verkaufsschlager. Gerüchte über eine Übernahme kursierten bereits seit Monaten.

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