Zwischen Austausch und Ausbeutung

Immer mehr junge Menschen aus Nicht-EU-Ländern nutzen das Au-pair-Programm, um langfristig nach Deutschland zu kommen. 

Sie sind besonders abhängig von ihren deutschen Gastfamilien – und gerade die haben mittlerweile unter Au-pairs einen extrem schlechten Ruf. Über ein System, das zur Ausbeutung einlädt.

Zwischen Austausch und Ausbeutung

Immer mehr junge Menschen aus Nicht-EU-Ländern nutzen das Au-pair-Programm, um langfristig nach Deutschland zu kommen. 

Sie sind besonders abhängig von ihren deutschen Gastfamilien – und gerade die haben mittlerweile unter Au-pairs einen extrem schlechten Ruf. Über ein System, das zur Ausbeutung einlädt.

Von Franka Bals, Miriam Davoudvandi und Leonard Scharfenberg (Text), Stefan Dimitrov (Illustration)
5. September 2025 | Lesezeit: 9 Min.

Eigentlich hätte das Jahr als Au-pair für sie der Anfang eines Lebens in Deutschland sein sollen. Doch nach nur einem Monat standen ihre Koffer vor dem Haus ihrer Gastfamilie. Camila Ríos war überarbeitet, ihr sei alles zu viel geworden, sagt sie heute. Lediglich ein paar Wochen Zeit blieben ihr, um eine neue Familie zu finden – sonst hätte sie ihren Aufenthaltstitel verloren und Deutschland verlassen müssen.

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