Wo andere Urlaub machen, macht die AfD Wahlkampf
Heute ist ein guter Tag für Katja Lucke, 58. Es ist Mitte August, Hochsaison im Tourismus auf Rügen, und es regnet. Wenn es regnet, gehen die Touristen nicht an den Strand, sie gehen ins Museum. An diesem Mittwoch sind es viele, vor der Kasse des Dokumentationszentrums Prora auf Rügen hat sich schon vormittags eine kleine Schlange gebildet. Touristen, Einheimische. Lucke leitet das Zentrum. Die Historikerin kann die Leute, die sonst ans Meer wollen und nichts ins Museum, schon verstehen. „Der Strand ist wirklich schön.“ Wenn Lucke von ihrem Büro geradeaus aus dem Fenster schaut, kann sie sehen, wie Menschen mit Helm und Gurten an Seilen durch einen Kletterwald sausen. Der Betreiber verspricht „abenteuerliche Freiheit“, Nervenkitzel und Teamgeist.