Landkreis Gießen

Ist das Wetter heute normal?

Im Landkreis Gießen ist es heute (10. Juli) ungewöhnlich warm. Lesen Sie hier, wie sich das Wetter in Ihrer Region verändert.

Landkreis Gießen

Ist das Wetter heute normal?

Im Landkreis Gießen ist es heute (10. Juli) ungewöhnlich warm. Lesen Sie hier, wie sich das Wetter in Ihrer Region verändert.

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10. Juli 2026 | Lesezeit: 7 Min.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen täglich neu, wie normal das aktuelle Wetter im Landkreis Gießen ist. Wir haben die nächstgelegene Wetterstation ausgewählt, die bereits lange genug misst, um Trends abbilden zu können. An der Wetterstation Gießen/Wettenberg in Hessen sind laut Wettervorhersage für heute (10. Juli) Temperaturen bis zu 28,5 Grad zu erwarten. Den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes zufolge soll es trocken bleiben.

Wie normal ist die Vorhersage? Wäre ein solches Wetter auch schon vor einigen Jahren an einem 10. Juli zu erwarten gewesen? War es zu dieser Jahreszeit im Landkreis Gießen in früheren Jahren jemals so warm? Um diese Fragen zu beantworten, analysieren wir alle öffentlich zugänglichen Daten der Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes und wählen für jeden Landkreis die Station aus, die Temperatur und Niederschlag für die meisten dort wohnhaften Menschen am besten beschreibt. Hier können Sie lesen, ob das Wetter bei Ihnen auch schon vor einigen Jahren ähnlich war wie derzeit. Denn das Wetter ändert sich durch den Klimawandel. An manchen Tagen ist das bereits deutlich zu spüren, an anderen nicht.

Temperatur

Höchsttemperatur am 10. Juli

Den Prognosen zufolge wird es an der Wetterstation Gießen/Wettenberg heute höchstens 28,5 Grad warm.

Höchsttemperatur seit dem 11. Juni

In den vergangenen 30 Tagen war es am 27. Juni mit 39,2 Grad am wärmsten, am 15. Juni mit 17,7 Grad am kältesten. Heißer als am 27. Juni war die höchste Temperatur des Tages an der Wetterstation Gießen/Wettenberg seit 1961 noch nie.

Vergleich mit Normaltemperaturen zwischen 1991 und 2020

Im Vergleich zu den Tageshöchsttemperaturen zwischen 1991 und 2020 sind 28,5 Grad in den zwei Wochen um einen 10. Juli außergewöhnlich warm: In 60 Prozent der Tage im Vergleichszeitraum lag die Höchsttemperatur im grau hinterlegten Normalbereich. Nur einmal in fünf Tagen war es rund um einen 10. Juli in der Vergleichsperiode statistisch gesehen wärmer als 28 Grad. Ungewöhnlich kühl wäre eine maximale Temperatur unter 20,2 Grad.

In den vergangenen 30 Tagen war es an 17 Tagen außergewöhnlich warm, die Werte lagen also über dem aus den Messungen zwischen 1991 und 2020 berechneten Normalbereich. An zwei Tagen war es ungewöhnlich kühl.

Mittlere Höchsttemperatur zwischen 1991 und 2020

Die graue Linie zeigt die Temperatur, die in den Jahren zwischen 1991 und 2020 rund um ein bestimmtes Datum im Mittel erreicht wurde. Am heutigen 10. Juli ist es 4,3 Grad wärmer als im Mittel des Vergleichszeitraums. Durch die globale Erwärmung wird die aktuelle Temperatur immer häufiger höher sein, als es früher normal war.

Höchsttemperatur am 10. Juli

Den Prognosen zufolge wird es an der Wetterstation Gießen/Wettenberg heute höchstens 28,5 Grad warm.

Höchsttemperatur seit dem 11. Juni

In den vergangenen 30 Tagen war es am 27. Juni mit 39,2 Grad am wärmsten, am 15. Juni mit 17,7 Grad am kältesten. Heißer als am 27. Juni war die höchste Temperatur des Tages an der Wetterstation Gießen/Wettenberg seit 1961 noch nie.

Vergleich mit Normaltemperaturen zwischen 1991 und 2020

Im Vergleich zu den Tageshöchsttemperaturen zwischen 1991 und 2020 sind 28,5 Grad in den zwei Wochen um einen 10. Juli außergewöhnlich warm: In 60 Prozent der Tage im Vergleichszeitraum lag die Höchsttemperatur im grau hinterlegten Normalbereich. Nur einmal in fünf Tagen war es rund um einen 10. Juli in der Vergleichsperiode statistisch gesehen wärmer als 28 Grad. Ungewöhnlich kühl wäre eine maximale Temperatur unter 20,2 Grad.

In den vergangenen 30 Tagen war es an 17 Tagen außergewöhnlich warm, die Werte lagen also über dem aus den Messungen zwischen 1991 und 2020 berechneten Normalbereich. An zwei Tagen war es ungewöhnlich kühl.

Mittlere Höchsttemperatur zwischen 1991 und 2020

Die graue Linie zeigt die Temperatur, die in den Jahren zwischen 1991 und 2020 rund um ein bestimmtes Datum im Mittel erreicht wurde. Am heutigen 10. Juli ist es 4,3 Grad wärmer als im Mittel des Vergleichszeitraums. Durch die globale Erwärmung wird die aktuelle Temperatur immer häufiger höher sein, als es früher normal war.

Mit der Klimakrise verändert sich das Wetter in Deutschland, allerdings langsam. Für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Temperaturen werden häufiger, das aktuelle Wetter unterliegt aber auch natürlichen Schwankungen, die es erschweren, langfristige klimatische Veränderungen bewusst wahrzunehmen. Sie sind erst zu erkennen, wenn man die Entwicklung des Wetters über viele Jahre hinweg betrachtet.

Wir fassen deshalb die Messungen der vergangenen 30 Tage zu einem Durchschnittswert zusammen und vergleichen diesen mit dem gleichen Zeitraum der Vorjahre. Für die Wetterstation Gießen/Wettenberg zeigen wir Daten seit 1961, wir können so das aktuelle Wetter mit dem langfristigen Trend vergleichen.

So warm wurde es im Mittel vom 11. Juni bis zum 10. Juli

In den vergangenen 30 Tagen erreichte die Temperatur durchschnittlich bis zu 28,6 Grad. Jeder Punkt steht für die durchschnittliche Höchsttemperatur im gleichen Zeitraum des jeweiligen Jahres. Am wärmsten war es 1976 mit im Durchschnitt bis zu 29,5 Grad, am kühlsten 1978, als die Temperaturen im Mittel nur auf 17,8 Grad stiegen.

Langjähriger Trend der Temperatur

Der langjährige Trend zeigt: An der Wetterstation Gießen/Wettenberg ist die durchschnittliche tägliche Höchsttemperatur vom 11. Juni bis zum 10. Juli seit 1961 um etwa 3,4 Grad gestiegen.

So warm wurde es im Mittel vom 11. Juni bis zum 10. Juli

In den vergangenen 30 Tagen erreichte die Temperatur durchschnittlich bis zu 28,6 Grad. Jeder Punkt steht für die durchschnittliche Höchsttemperatur im gleichen Zeitraum des jeweiligen Jahres. Am wärmsten war es 1976 mit im Durchschnitt bis zu 29,5 Grad, am kühlsten 1978, als die Temperaturen im Mittel nur auf 17,8 Grad stiegen.

Langjähriger Trend der Temperatur

Der langjährige Trend zeigt: An der Wetterstation Gießen/Wettenberg ist die durchschnittliche tägliche Höchsttemperatur vom 11. Juni bis zum 10. Juli seit 1961 um etwa 3,4 Grad gestiegen.

Der Klimawandel ist längst kein Phänomen der Zukunft mehr, sondern lässt sich zunehmend im Hier und Jetzt beobachten. Im Landkreis Gießen werden immer häufiger für die Jahreszeit ungewöhnliche Temperaturen erreicht.

Hitzetage vom 11. Juni bis zum 10. Juli

In den vergangenen 30 Tagen stieg die Temperatur an zwölf Tagen auf mehr als 30 Grad. Seit 1961 gab es in dem Zeitraum nur im Jahr 1976 mehr Hitzetage. Je mehr solcher Tage aufeinanderfolgen, desto höher ist das Gesundheitsrisiko nicht nur für Risikogruppen, sondern auch für junge und gesunde Menschen.

Tropennächte vom 11. Juni bis zum 10. Juli

Wenn der Körper dann auch nachts nicht mehr abkühlen kann, wird es besonders gefährlich. Denn auch die Nächte werden wärmer. Sogenannte Tropennächte, in denen die Temperatur nie unter 20 Grad Celsius sinkt, waren in der Vergangenheit äußerst rar.

Inzwischen gibt es derart warme Nächte hin und wieder auch im Landkreis Gießen. Dabei sind solche Nächte in diesem Zeitraum selten. In 65 der vergangenen 65 Jahre wurden an der Wetterstation Gießen/Wettenberg im Betrachtungszeitraum weniger Tropennächteverzeichnet.

Hitzetage vom 11. Juni bis zum 10. Juli

In den vergangenen 30 Tagen stieg die Temperatur an zwölf Tagen auf mehr als 30 Grad. Seit 1961 gab es in dem Zeitraum nur im Jahr 1976 mehr Hitzetage. Je mehr solcher Tage aufeinanderfolgen, desto höher ist das Gesundheitsrisiko nicht nur für Risikogruppen, sondern auch für junge und gesunde Menschen.

Tropennächte vom 11. Juni bis zum 10. Juli

Wenn der Körper dann auch nachts nicht mehr abkühlen kann, wird es besonders gefährlich. Denn auch die Nächte werden wärmer. Sogenannte Tropennächte, in denen die Temperatur nie unter 20 Grad Celsius sinkt, waren in der Vergangenheit äußerst rar.

Inzwischen gibt es derart warme Nächte hin und wieder auch im Landkreis Gießen. Dabei sind solche Nächte in diesem Zeitraum selten. In 65 der vergangenen 65 Jahre wurden an der Wetterstation Gießen/Wettenberg im Betrachtungszeitraum weniger Tropennächteverzeichnet.

Niederschlag

Anders als bei der Temperatur, die im Jahresverlauf eindeutige Muster aufweist, ist der Niederschlag viel sprunghafter: An welchen Tagen es regnet und wie viel – das unterliegt starken Schwankungen. Zu jeder Jahreszeit gibt es außerdem Tage ohne Niederschlag. Deswegen betrachten wir in den folgenden Grafiken die Niederschlagsmengen gesammelt über dreißig Tage, damit auch langfristige Trends deutlich werden.

Niederschlag vom 10. Juni bis zum 9. Juli

In den vergangenen 30 Tagen wurden an der Wetterstation Gießen/Wettenberg pro Quadratmeter 34,5 Liter Niederschlag gemessen.

Entwicklung des Niederschlags

Der langjährige Trend zeigt: Die Niederschlagsmenge zwischen dem 10. Juni und dem 9. Juli sinkt stark. Vor etwa 70 Jahren konnte man im Landkreis Gießen in diesem Zeitraum noch über ein Zehntel mehr Niederschlag erwarten.

Entwicklung der 30-Tage-Niederschlagsmenge

Jeder Punkt auf dieser Linie zeigt, wie viel Niederschlag in den vorherigen 30 Tagen im Landkreis Gießen fiel. Am trockensten waren zuletzt die 30 Tage bis zum 8. Juli, der Niederschlag summierte sich in diesem Zeitraum auf 35 Liter pro Quadratmeter.

30-Tage-Niederschlag im Vergleich mit dem Normalbereich

Die aktuelle 30-Tage-Niederschlagsmenge ist mit 34,5 Litern pro Quadratmeter normal für diese Jahreszeit – es war seit dem 10. Juni aber auch schon deutlicher trockener als im aus den Jahren 1991 bis 2020 berechneten Normalbereich.

Vergleich mit normalem Niederschlag

Insgesamt gab es in den vergangenen 30 Tagen etwa 25 Liter weniger Niederschlag als in einem durchschnittlichen Jahr zwischen 1991 und 2020.

Niederschlag vom 10. Juni bis zum 9. Juli

In den vergangenen 30 Tagen wurden an der Wetterstation Gießen/Wettenberg pro Quadratmeter 34,5 Liter Niederschlag gemessen.

Entwicklung des Niederschlags

Der langjährige Trend zeigt: Die Niederschlagsmenge zwischen dem 10. Juni und dem 9. Juli sinkt stark. Vor etwa 70 Jahren konnte man im Landkreis Gießen in diesem Zeitraum noch über ein Zehntel mehr Niederschlag erwarten.

Entwicklung der 30-Tage-Niederschlagsmenge

Jeder Punkt auf dieser Linie zeigt, wie viel Niederschlag in den vorherigen 30 Tagen im Landkreis Gießen fiel. Am trockensten waren zuletzt die 30 Tage bis zum 8. Juli, der Niederschlag summierte sich in diesem Zeitraum auf 35 Liter pro Quadratmeter.

30-Tage-Niederschlag im Vergleich mit dem Normalbereich

Die aktuelle 30-Tage-Niederschlagsmenge ist mit 34,5 Litern pro Quadratmeter normal für diese Jahreszeit – es war seit dem 10. Juni aber auch schon deutlicher trockener als im aus den Jahren 1991 bis 2020 berechneten Normalbereich.

Vergleich mit normalem Niederschlag

Insgesamt gab es in den vergangenen 30 Tagen etwa 25 Liter weniger Niederschlag als in einem durchschnittlichen Jahr zwischen 1991 und 2020.

Neben der Menge an Niederschlag ist es wichtig, wie sich dieser über einen längeren Zeitraum verteilt: Je mehr Trockentage es gibt, desto höherem Stress können Pflanzen und Tiere ausgesetzt sein.

Trockentage vom 11. Mai bis zum 9. Juli seit 1961

43 der vergangenen 60 Tage waren gänzlich trocken, an der Wetterstation Gießen/Wettenberg wurde an diesen Tagen weniger als ein Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert. Jeder Balken steht für die Anzahl der Trockentage in den 60 Tagen bis zum 9. Juli im jeweiligen Jahr.

Trockentage vom 11. Mai bis zum 9. Juli seit 1961

43 der vergangenen 60 Tage waren gänzlich trocken, an der Wetterstation Gießen/Wettenberg wurde an diesen Tagen weniger als ein Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert. Jeder Balken steht für die Anzahl der Trockentage in den 60 Tagen bis zum 9. Juli im jeweiligen Jahr.

Das aktuelle Wetter im Landkreis Gießen zusammengefasst:

  • Es ist heute ungewöhnlich warm.
  • Die Niederschlagsmengen in den vergangenen 30 Tagen waren normal für diese Jahreszeit.

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Projektteam
Text, Daten und Automatisierung Markus Hametner, Sören Müller-Hansen, Oliver Schnuck
Entwicklung Felix Ebert, Benjamin Geese, Julia Kandler, Stefan Kloiber
Digitales Storytelling Isabel Kronenberger, Christian Helten
Infografik Julia Kraus, Isabel Kronenberger
Testing Malte Hornbergs

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