

Eine Nachricht wie ein Donnerhall. Im kommenden Jahr will die dänische Post keine Briefe mehr zustellen, nur noch Pakete, hieß es vor Kurzem. Vermutlich löst die Botschaft deswegen eine so große Wehmut aus – ganz ohne das Kleingedruckte, geschweige denn die konkrete Umsetzung zu studieren –, weil sie zum Zeitgeist passt: Die Papierwelt wackelt. Eine Zeitung wie die taz erscheint seit diesem Herbst nur noch am Wochenende gedruckt, sonst ausschließlich digital. Für immer mehr Menschen gehört das Rascheln des feinbedruckten durchscheinenden Zeitungspapiers nicht mehr zur Nachrichtenlektüre dazu, sie informieren sich im Netz. Die großen Schreibgeräte-Hersteller wie Faber-Castell oder Stabilo stecken in der Krise. Die Gründe dafür sind vielfältig, doch der zentrale liegt auf, besser gesagt in der Hand: Die Menschen schreiben immer weniger mit einem Stift.