Designer-Kooperationen
Große Namen, kleine Preise
Am 12. November 2004 um 4 Uhr morgens Pariser Zeit rief ein für seine Verhältnisse äußerst nervöser Karl Lagerfeld den Art-Direktor Donald Schneider an: „Was machen wir, wenn heute niemand in die Läden kommt?“ An jenem Tag startete seine Kollektion für H&M, bekanntlich die erste dieser Art von „Designer Collabs“ der Schweden, eine unerhörte Stunde null. Trotzdem war die Sorge einigermaßen übertrieben. Im Vorfeld hatte man ausgewählte Städte mit teils 1500-Quadratmeter-großen Plakaten zugepflastert, dazu lief im TV ein heute legendärer Werbespot („Karl! Karl! Is it true?!“), mal ganz abgesehen davon, dass die Leute Anfang der Nullerjahre a.O. – ante online – sowieso noch regelmäßig in die Boutiquen gingen.