Nähen

Mit Stich und Faden

Lange Zeit galt Nähen als biederes Hobby. Inzwischen zählt es zu den angesagtesten DIY-Trends. Über die Erfinder der Nähmaschine, einfache Tipps für Anfänger und den Irrglauben, dass Nähen ein einsames Hobby sei.

23. Mai 2024 - 4 Min. Lesezeit

Die Nadeln

„System 130/705 H“ oder „Universal, Stretch, Metafil“: Wer als Laie eine kleine Schachtel mit Nähmaschinennadeln in der Hand hält, fragt sich: Was soll das bedeuten, all die Abkürzungen, Ziffern und Codes? Dabei erfüllen sie einen wichtigen Zweck: die Wahl der richtigen Nadel. Denn sie entscheidet, so nüchtern das klingt, ebenso über den Erfolg eines Nähprojekts wie ein sorgfältig ausgewählter Stoff oder das richtige Schnittmuster. Die Farbe auf der Nadel gibt Auskunft, für welches Material man sie am besten verwendet, ob Jersey zum Beispiel oder Seide, und mit der Einheit „NM“ wird die Nadeldicke bezeichnet. Was wie eine Geheimsprache unter Nähbegeisterten wirkt, spielte vor mehr als 40 000 Jahren natürlich noch keine Rolle. Aus dieser Zeit stammt die älteste bekannte Nadel, die im Altai-Gebirge im heutigen Sibirien gefunden wurde. Sie ist aus Tierknochen gefertigt, als Faden dienten Tierdarm oder Haare. Später nutzten die Menschen Exemplare aus Bronze, Kupfer oder Gold. Heute bestehen die Nadeln aus gehärtetem Stahl und müssen zum Teil hohen Belastungen standhalten: Eine Industrienähmaschine schafft bis zu 10 000 Stiche in der Minute.

Nähen

Mit Stich und Faden

Lange Zeit galt Nähen als biederes Hobby. Inzwischen zählt es zu den angesagtesten DIY-Trends. Über die Erfinder der Nähmaschine, einfache Tipps für Anfänger und den Irrglauben, dass Nähen ein einsames Hobby sei.

Die Nadeln

„System 130/705 H“ oder „Universal, Stretch, Metafil“: Wer als Laie eine kleine Schachtel mit Nähmaschinennadeln in der Hand hält, fragt sich: Was soll das bedeuten, all die Abkürzungen, Ziffern und Codes? Dabei erfüllen sie einen wichtigen Zweck: die Wahl der richtigen Nadel. Denn sie entscheidet, so nüchtern das klingt, ebenso über den Erfolg eines Nähprojekts wie ein sorgfältig ausgewählter Stoff oder das richtige Schnittmuster. Die Farbe auf der Nadel gibt Auskunft, für welches Material man sie am besten verwendet, ob Jersey zum Beispiel oder Seide, und mit der Einheit „NM“ wird die Nadeldicke bezeichnet. Was wie eine Geheimsprache unter Nähbegeisterten wirkt, spielte vor mehr als 40 000 Jahren natürlich noch keine Rolle. Aus dieser Zeit stammt die älteste bekannte Nadel, die im Altai-Gebirge im heutigen Sibirien gefunden wurde. Sie ist aus Tierknochen gefertigt, als Faden dienten Tierdarm oder Haare. Später nutzten die Menschen Exemplare aus Bronze, Kupfer oder Gold. Heute bestehen die Nadeln aus gehärtetem Stahl und müssen zum Teil hohen Belastungen standhalten: Eine Industrienähmaschine schafft bis zu 10 000 Stiche in der Minute.

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