Durch die Bank ein Lieblingsplatz

Bühne, Begegnungsort für alle und Sujet in der Kunst: Warum keine Sitzgelegenheit so einladend ist wie die Bank.

16. April 2026

Demokratisch

Es geht ja schon damit los, wie sich jemand überhaupt auf eine Bank setzt. Da gibt es die Am-Rand-Klebenden, die Sich-Ausbreitenden, die Herumrutschenden. Kein Stuhl, kein Hocker kann so viel von seinen Benutzern ans Licht bringen, von deren Haltung, deren Wunsch nach Ruhe oder Gesellschaft.

Zudem ist die öffentliche Bank, als Mitglied der Familie der Stadtmöbel, ein offener Ort. Vertieftes Lesen, In-die-Luft-Schauen, ungestörtes Ratschen mit der Begleitung, ein höfliches „Darf ich …?“ oder wortloses Dazusetzen, Kaffee nippen neben Fremden – alles kann hier von einem Moment auf den anderen passieren oder unterbrochen werden. Mehr oder weniger abgesprochenes Zusammensitzen in der Öffentlichkeit gab es schon vor Jahrtausenden, davon zeugen zum Beispiel steinerne Bänke ohne Lehnen aus der Antike.

Noch im Mittelalter sollten nur Personen gleichen sozialen Ranges nebeneinander Platz nehmen, daher der Ausdruck „durch die Bank“, um Ähnlichkeit zu beschreiben. Im 19. Jahrhundert dann bürgerten sich die heute üblichen klassischen Bänke ein, als unverzichtbarer Teil der immer beliebteren öffentlichen Parks, die Stadtmenschen Raum zum Durchatmen boten. Wie traurig wirkte dann das Flatterband um diese Begegnungsorte zu Beginn der Pandemie 2020, und wie groß war das Glück, danach wieder Platz nehmen zu können, neben wem auch immer.

Durch die Bank ein Lieblingsplatz

Bühne, Begegnungsort für alle und Sujet in der Kunst: Warum keine Sitzgelegenheit so einladend ist wie die Bank.

Demokratisch

Es geht ja schon damit los, wie sich jemand überhaupt auf eine Bank setzt. Da gibt es die Am-Rand-Klebenden, die Sich-Ausbreitenden, die Herumrutschenden. Kein Stuhl, kein Hocker kann so viel von seinen Benutzern ans Licht bringen, von deren Haltung, deren Wunsch nach Ruhe oder Gesellschaft.

Zudem ist die öffentliche Bank, als Mitglied der Familie der Stadtmöbel, ein offener Ort. Vertieftes Lesen, In-die-Luft-Schauen, ungestörtes Ratschen mit der Begleitung, ein höfliches „Darf ich …?“ oder wortloses Dazusetzen, Kaffee nippen neben Fremden – alles kann hier von einem Moment auf den anderen passieren oder unterbrochen werden. Mehr oder weniger abgesprochenes Zusammensitzen in der Öffentlichkeit gab es schon vor Jahrtausenden, davon zeugen zum Beispiel steinerne Bänke ohne Lehnen aus der Antike.

Noch im Mittelalter sollten nur Personen gleichen sozialen Ranges nebeneinander Platz nehmen, daher der Ausdruck „durch die Bank“, um Ähnlichkeit zu beschreiben. Im 19. Jahrhundert dann bürgerten sich die heute üblichen klassischen Bänke ein, als unverzichtbarer Teil der immer beliebteren öffentlichen Parks, die Stadtmenschen Raum zum Durchatmen boten. Wie traurig wirkte dann das Flatterband um diese Begegnungsorte zu Beginn der Pandemie 2020, und wie groß war das Glück, danach wieder Platz nehmen zu können, neben wem auch immer.

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