Natürlich Wohnen mit Lehm

Gestampfte Erde ist billig, nachhaltig und nahezu überall vorhanden. Sie könnte die Klimakrise eindämmen und die Welt positiv beeinflussen.

Warum also werden nicht auch hierzulande mehr Häuser aus Lehm gebaut?

Auf der Suche nach Antworten bei Martin Rauch, einem der weltweit führenden Experten für Lehmbauten.

Natürlich Wohnen mit Lehm

Gestampfte Erde ist billig, nachhaltig und nahezu überall vorhanden. Sie könnte die Klimakrise eindämmen und die Welt positiv beeinflussen.

Warum also werden nicht auch hierzulande mehr Häuser aus Lehm gebaut?

Auf der Suche nach Antworten bei Martin Rauch, einem der weltweit führenden Experten für Lehmbauten.

11. Oktober 2024 - 7 Min. Lesezeit

Das Haus lebt. Dieses seltsame Gefühl beschleicht jedenfalls denjenigen, der das Haus von Martin Rauch in Schlins betritt. Das Gebäude wirkt nicht wie ein Kasten aus toten Materialien, sondern wie ein eigenständiges Wesen. Es riecht nach Erde, Holz und leicht nach Milch. Die Wände sind teils unverputzt, teils mit Naturfarben gestrichen, die Kasein enthalten, natürliches Milcheiweiß. Fast alle Mauern bestehen aus Stampflehm, gepresster Erde vom Grundstück, auf dem das dreigeschossige Haus von 2004 bis 2008 errichtet wurde. 85 Prozent des Aushubs stecken im Gebäude, die Farben und Strukturen des Untergrunds spiegeln sich an den Wänden wider.

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