Björn Borg im Interview

„Ich wusste: Ich sterbe, wenn ich die Drogen nicht loswerde“

Björn Borg war der erste Popstar des Tennis, bis er abrupt die Karriere beendete und privat wie beruflich abstürzte. Im Interview spricht der bald 70-Jährige über lauernde Fans in Hotels, Kokainnächte in New York, zwei Nahtoderfahrungen – und darüber, wie er sein Glück wiederfand.

Björn Borg im Interview

„Ich wusste: Ich sterbe, wenn ich die Drogen nicht loswerde“

Björn Borg war der erste Popstar des Tennis, bis er abrupt die Karriere beendete und privat wie beruflich abstürzte. Im Interview spricht der bald 70-Jährige über lauernde Fans in Hotels, Kokainnächte in New York, zwei Nahtoderfahrungen – und darüber, wie er sein Glück wiederfand.

Interview von Gerald Kleffmann
28. Mai 2026 | Lesezeit: 13 Min.

Björn Borg, 69, sitzt schon am Tisch, als das Livebild auf dem Computer erscheint. Gut sieht er aus, der frühere Weltranglistenerste, der fünfmal in Serie Wimbledon gewann und sechsmal die French Open. Ein sanftes Lächeln, freundliche Augen, er strahlt sofort eine gewisse Aura aus. Am 6. Juni wird Borg 70 Jahre alt, man sieht ihm diese Zahl kein bisschen an. Der Schwede, der in den Siebzigerjahren zum ersten Popstar des Tennis aufstieg und diesen Sport maßgeblich veränderte, hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben. Im vergangenen Jahr erschien seine Autobiografie auf Englisch, vom 3. Juni an ist seine Lebensgeschichte auch auf Deutsch erhältlich. In „Herzschlag“ (24,99 Euro, Edel Sports) erzählt Borg offen von seinen mentalen Problemen, von Nahtoderfahrungen, Alkohol- und Drogenkonsum. Schnell wird klar: Borg, einst Ice-Man und Ice-Borg genannt, steht auch im Videogespräch zu all den dunklen Kapiteln seines Lebens.

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