


In der Nacht zum Sonntag wird sich im mexikanischen Monterrey Sporthistorisches ereignen: Japan spielt gegen Tunesien. Auf den ersten Blick mag das allein noch kein Grund sein, um sich im fernen Deutschland den Wecker zu stellen. Japan gegen Tunesien, das ist ein Spiel, das zwar auch erst einmal gespielt werden muss, aber bis zum Beweis des Gegenteils versprüht es ungefähr die Attraktivität eines DFB-Pokal-Zweitrundenspiels zwischen Darmstadt und Paderborn. Es wird da weder einen Jahrhundertaußenseiter wie Schott Mainz oder Kapverden zu bestaunen geben, noch den FC Bayern oder die brasilianische Seleção. Sondern eben Japan gegen Tunesien. Aber – und deshalb lohnt es sich vielleicht doch, mal reinzugucken – es ist das 1000. WM-Spiel seit der Erfindung der Fußball-Weltmeisterschaft.