Japans Gesichter

Eine Straße in Tokio.
Eine Straße in Tokio.

Nach sechs Jahren und unzähligen Begegnungen: Unser Autor verabschiedet sich als SZ-Korrespondent von Japan – mit den Geschichten von Menschen, die ihn bewegt haben und Reisenden helfen, das Land besser zu verstehen. Über eine Ex-Geisha, einen Hiroshima-Überlebenden und viele andere.

Von Thomas Hahn, Tokio
18. Dezember 2025

Meistens war es so: Sachiko, die dolmetschende Assistentin, machte die Termine, und dann ging es los. Mit der Bahn durch Tokio, mit Shinkansen oder Flugzeug durchs Land. Japan ist eine lang gezogene Kette aus Inseln. Zwischen Hokkaido im Norden und Okinawa im Süden liegen 2300 Kilometer, auf die sich 123 Millionen Menschen verteilen. Da kommt viel zusammen in sechs Jahren als Korrespondent, viele Reisen, Hunderte Begegnungen. Und am Ende hat man diese große Sammlung von Gesichtern. Man kann ein paar davon zu einem Mosaik zusammensetzen. Dann entsteht ein Eindruck von dieser Nation, die im erdbebengefährdeten Gebiet so stolz und verwundbar aus dem Pazifik ragt.

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