
Foto: Andre Herger
Foto: Andre Herger
16. Juli 2026 | Lesezeit: 7 Min.
Es hat schon etwas von einer besonders feinen Dramaturgie, wenn der Luzern-Engelberg-Express kurz vor Erreichen des Ziels in den Tunnel gleitet. Finsternis – zwei Minuten, drei, acht. Man fährt durch die Eingeweide der Urner Alpen und stellt sich vor, wie oben die Landschaft verrutscht, die Hänge steiler werden, die Berge schroffer, felsiger, die Gipfel über die Schneegrenze hinausstoßen. Elf Minuten. Exakt in dem Moment, als der Tunnel kein Ende mehr zu nehmen scheint, rauscht der Zug auf der anderen Seite wieder heraus, Licht flutet herein, das Panorama füllt die Fenster. Es ist dann wirklich der ganz große Auftritt.