Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.
Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.
Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.

Als wäre nichts gewesen

Im Oberlandesgericht Dresden tritt Beate Zschäpe nicht gerade wie eine Geläuterte auf. Sie sagt zwar gegen Susann Eminger aus, die in NSU-Zeiten ihre beste Freundin war. Aber Reue? Da müsste sie endlich anfangen, wirklich zu reden.

Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.
Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.
Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.
Als wäre nichts gewesen
Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.
Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.
Susann Eminger vor Prozessbeginn im Oberlandesgericht Dresden.

Im Oberlandesgericht Dresden tritt Beate Zschäpe nicht gerade wie eine Geläuterte auf. Sie sagt zwar gegen Susann Eminger aus, die in NSU-Zeiten ihre beste Freundin war. Aber Reue? Da müsste sie endlich anfangen, wirklich zu reden.

4. Dezember 2025 | Lesezeit: 12 Min.

Sie ist wieder da. Genauso selbstbewusst, genauso eloquent wie damals. Mit dem gleichen langen, frisch kastanienbraun getönten Haar wie damals. Beate Zschäpe, bald 51 Jahre alt, tritt vor dem Oberlandesgericht Dresden auf wie eine, der niemand mehr was kann. Denn sie ist ja schon verurteilt, zu lebenslanger Haft. Aber sie spricht hier nicht wie eine Gefangene, sie redet wie eine, die das Sagen hat. Mit tiefer, fester, manchmal blecherner Stimme. Zschäpe weist die Richterin zurecht, dass ihre Fragen zu weit gingen. Sie fragt die Vorsitzende kritisch: „Was hat das jetzt mit Frau Eminger zu tun?“ Sie sagt: „Ich habe Bedenken, dass das ausufert.“ Und: „Ich wusste nicht, dass Sie zum Urschleim zurückwollen.“ Zur Entstehung des NSU.

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