Russlands lange Leitung

Die Raffinerie in Schwedt im Jahr 2017.
Die Raffinerie in Schwedt im Jahr 2017.
Die Raffinerie in Schwedt im Jahr 2017.

Zu DDR-Zeiten war Schwedt mit seinem Petrolchemischen Kombinat und direktem Anschluss an die Ölfelder Russlands eine Stadt am Tropf des großen Bruders. Seit dem Ukrainekrieg rumpelt es. Aber ein Leben ohne Raffinerie, geht das?

15. Juni 2026 | Lesezeit: 12 Min.

Wer zu Konstanze Fischer will, braucht Geduld. Die Schlange zu ihr geht durchs ganze Treppenhaus. Kurzsichtige und Weitsichtige sitzen da, Menschen mit grauem Star und Menschen mit grünem Star. Einige haben sich auf die Stufen vor der Augenarztpraxis gesetzt, andere klammern sich ans Geländer. Jung ist hier niemand, und das ist schon ein Teil der Geschichte von Schwedt, einer Stadt, die immer älter wird. Und in der die Wut wächst, seit ihre Lebensader versiegt ist: die Ölleitung bis zum Ural.

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